fiene & fünf nyc-tipps für den kleinen hunger und durst zwischendurch

Wenn ihr das nächste Mal in New York seid, die Fußsolen ordentlich abgelaufen habt und noch viele Sightseeing-Punkte vor euch habt, braucht ihr doch bestimmt ein paar Ort zum Auftanken. Ich habe hier für euch fünf Tipps, für den kleinen Hunger oder Durst zwischendurch.

1.) Think Coffee


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Nicht weit vom Wahsington Square ist einer der Think Coffees. Studenten, Kreative und Agenturler bevölkern mit ihrem Laptops alleine mit weißen Kopfhörern im Ohr oder in kleinen Arbeitsgruppen die Tische. Alles ein wenig im Kaffeehausstil, wie man das heute halt so macht: Dress it like a farmhouse. Mein Tipp: Der Zitronenkuchen und ein frisch gebrühter Single Source Kaffee — wählt eine Bohnensorte von einer lokal verarbeiteten Sorte.  Jede Woche wird die Auswahl neu zusammengestellt. Kleiner Funfact: In diesem Think Coffee hat Foursquare-Gründe Dennis Crowley einen Tisch gebaut; zu bewundern direkt vor den WCs. Ich glaube, einige der Kaffeesorten sind stärker als Crowleys Tisch.

2.) Eataly


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Wer in Münster am Samstag in der Innenstadt auf dem Wochenmarkt einen kleinen Happen zu sich nimmt, sollte bei ähnlicher Stimmung in New York zu Eataly gehen — direkt am Flat Iron Building.  Es fühlt sich wie ein überdachter italienischer Markt mit viel Pasta, Wein, Antipasti und Desserts an. Es gibt verschiedene Restaurants, in denen es dolce vita auf die Teller gibt. Der Espresso-Tresen  neben der Eisbar darf auch nicht fehlen. Wunderbar, wenn es regnet.

3.) Argo Tea


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Ich kann mir genau vorstellen, wie das Argo Tea Konzept entstanden ist. “Hey, lass uns was wir Starbucks machen …” – ” … ja nur halt mit Tee.” Macht aber nichts, im Gegenteil: Argo Tea ist eine gute Empfehlung für ein heißes Getränk zwischendrin auf die Hand oder für einen kurzen Zwischenstopp. Wenn ihr die Bestellung bei Starbucks beherrscht, kommt ihr auch hier ohne Blessuren zum Getränk. Ihr werde noch gefragt, welchen Milchtyp ihr haben möchtet. Ich habe die Irish Cream Tea Latte ausprobiert – in Grande zum Mitnehmen. Zusätzliche Milch und Zucker für Leute, die eher Zucker mit etwas Tee trinken, gibt es an einer kleinen Self-Serving-Bar am Eingang. Wie bei Starbucks halt.

4.) Magnolia Backery


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Ich habe ja nie “Sex and the City” gesehen. Frauenkrams. Aber die Magnolia Bakery möchte ich euch dennoch empfehlen. In der Serie ist die Magnolia Bakery für ihre Cupcakes bekannt geworden und wirbt dafür auch auf ihrer Homepage. Ich empfehle euch aber besonders den Bananenpudding. Besonders wenn ihr Banane mögt. Und wenn ihr Pudding mögt. Ein Traum. Mein Tipp: Kauft direkt die große Portion. Es gibt auch eine schöne Tüte, die ihr dann durch Manhattan spazieren tragen könnt.

5.) Tai Son


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Hungrig in Chinatown? Aber wo essen? Ich empfehle euch einen —ähm— Vietnamesen. Thai Son bietet sehr gutes Essen und gerade zur Lunch-Zeit sehr günstig (ich weiß nicht, ob es abends teurer wird). Wenige Touristen, viele Leute, die ihre Mittagspause verbringen, und vor allem viele Asiaten. Ein gutes Zeichen. Schaut auch auf den hinteren Teil der Karte. Auf der Rückseite gibt es die klassischen Hauptgerichte, wie wir sie auch von anderen Asiaten kennen. Das Tempo ist sehr hoch, was bei einem Mittagssnack, aber genau richtig ist.

fiene & wasmitmedien.de neu denken

Malte hat diese wunderbare Portal-Seite gemacht. Verlinkung auf die Radioseite, den Podcast, das Blog.

Ich denke gerade sehr über die Gestaltung von wasmitmedien.de rum. Obwohl wir im Januar ein neues Layout aktiviert haben, bin ich nicht glücklich. Das neue Layout gefällt mir sehr gut: Es ist frisch, responsive —angepasst vom Riesendisplay bis hin zum Minismartphone—, und zeigt schön was wir machen. Aber es bleibt ein Restunwohlsein.

Das merke ihr vielleicht auch daran, dass neben den Links und Themen der aktuellen Radiosendungen nicht sehr viel auf der Seite passiert. Für mich gehört zu einer Webseite auch die einfach Pflege. Sobald es einen Tick umständlicher wird, verschiebt man das Veröffentlichen von Inhalten und die Aktualität ist dahin. Das hat nicht nur mit der Eingabemaske des Redaktionssystems zu tun, sondern auch mit der Verteilung der Inhalte, die bei einem suboptimalen Workflow zum Prokrastinations-Risiko werden: In welche Rubrik veröffentliche diesen Text, damit die Leser ihn gut finden? Muss ich den auch noch für die Teaser-Box aufbereiten, aber dann verschwindet ein anderer toller Text, der erst vor vier Tagen rauskam? Brauchen wir eine Ankündigung unserer Radiothemen? Lohnt das Verfassen eines Artikels, wenn ich eigentlich nur einen kurzen Link-Tipp, ein Foto oder eine Notiz habe? Immerhin will immer noch ein Bild rausgesucht werden … wiele solcher Fragen schwirren in meinem Kopf rum und halten mich mehr vom perfekten Betrieb oder gar der Weiterentwicklung ab, als dass sich ein Wohlfühl-Pflege-Status einstellt. Selbst der Relaunch hat nicht geholfen. Ich dachte: Ein neues Layout wird Schwung geben.

Und nun?

Mal angenommen wir denken wasmitmedien.de komplett neu — was müssen wir da beachten? Was ist wichtig? Was ist unwichtig?

Wenn ihr euch unten die Galerie anschaut, dann könnt ihr sehen, was wir seit Ende 2004 auf der Domain gemacht haben. Mal eine Visitenkarte, eine Weiterleitung auf die Seite des Campusradios, eine Portalseite als Verteilerstelle zu unseren unterschiedlichen Projekten bei anderen Partnern oder gar das Magazin, welches uns die letzten Jahre begleitet hat (und ohne Zweifel den größten Erfolg gebracht hat).

Aber ich glaube es ist Zeit, den Stecker zu ziehen. Einmal neu denken. 

Gerade denke ich in Richtung eines Blogs. Vielleicht am Anfang ein Slider, der die vier Themen der Radiosendung featured. Dahinter jeweils ein Artikel, der sich anpasst: Am Anfang der Recherche nur ein Link zu unserer Themenidee. Später etwas mehr Text mit Hintergründen. Kurz vor der Sendung die Ankündigung der Umsetzung (Vorstellung der Gesprächspartner) und nach der Sendung eine Zusammenfassung oder gar das Transkript.

Das Blog beinhaltet weiterhin unsere Magazinartikel, aber wir können viel stärker und öfter kleinere Geschichten posten. Eigentlich haben wir das Magazin als Darstellungsform gewählt, da ein Blog gute und wichtige Artikel immer so schnell in der Versenkung verschwinden lässt — auch kann die Vielfalt eines Projekts über Kategorien besser erfasst werden. Aber wer surft heute noch die Startseiten seiner Leseliste ab? Reicht nicht der Zeitstrahl eines Blogs, dem jeder nach seinem Gusto folgen kann? Egal ob per Twitter, Facebook, G+, RSS oder eben übers Web?

Ich bin fest davon überzeugt, dass Medienprojekte weiterhin eine starke, eigene Webseite benötigen. Die sollte das Zentrum der eigenen Aktivitäten sein. Eine Marke nur über andere Kanäle, Netzwerke oder Plattformen zu spielen, das funktioniert nicht. Die Konsumenten brauchen weiterhin einen Fixpunkt, um ein ganzes Projekt. Eine Seite, die direkt zeigt, was in diesem Moment aktuell ist. Wer mehr Muße mitbringt kann das eigene Interesse befriedigen und in die tiefen der Archive oder längen des Zeitstrahls eintauchen.

Aber was muss so eine Webseite können? Wie binden wir den Podcast ein? Müssen wir uns stärker auf Events konzentrieren (Sendetermine ankündigen)? Wie verknüpfen die Seite mit unserer Sendung bei DRadio Wissen? Brauchen wir mehr Video? 

Was ist total überflüssig? Was braucht man überhaupt? Wie werden solche Webseiten überhaupt noch genutzt?

Was sind eure Gedanken?

Ich würde mich sehr über eine Diskussion in den Kommentaren freuen.

fiene & das digitale quartett sammeln meilen und transparenz

Heute Abend (Montag) um 21 Uhr gibt es die zwanzigste Ausgabe des Digitalen #Quartetts (besucht auch unsere Google+-Seite). In dieser Woche darf ich Gastgeber sein und wir haben zwei sehr aktuelle Themen für euch. Eins vorweg: Es wird nicht um den Papst gehen.

Wir sammeln Meilen. Tobias Eggendorfer vom Meilenschwund-Blog ist im ersten Teil des Digitalen Quartetts unser Gast.  Seit gut einem Jahr bloggt er über seinen Streit mit der Lufthansa über die Meilenentwertung im Vielfliegerprogramm Miles & More. In der Zwischenzeit haben die Gerichte einmal für Eggendorfer und einmal für die Lufthansa entschieden. Nun sollte der Fall vor den Bundesgerichtshof gehen. Doch heute kam raus: Eggendorfer und die Lufthansa haben sich außerhalb des Gerichtssaals geeinigt. Eggendorfer zieht nicht in die nächste Instanz und die Lufthansa darf nicht mehr so kurzfristig das Vielfliegerprogramm verändern. Sein Blog zeigt: Bonusprogramme von Airlines sind häufig alles andere als transparent. Die Kunden müssen sehr genau auf das Kleingedruckte achten. Wir wollen die Hintergründe zu seinem Rechtsstreit erfahren, und worauf Passagiere achten müssen, wenn sie die Vielfliegerprogramme in Zeiten ökonomisch herausgeforderter Airlines nutzen wollen. Tobias Eggendorfer ist Professor für angewandte Informatik und IT-Forensik in Hamburg und heute Abend zu Gast im Digitalen Quartett.

Wir suchen Transparenz. In den letzten Tagen war Kollege Richard Gutjahr verschwunden. Er ging Dokumente nach, die zeigen, wie sehr Unternehmen und Lobbyisten in Brüssel auf die Gesetzgebung einwirken. Teilweise übernehmen die Politiker mehr von den Lobby-Textvorlagen, als es in Doktorarbeiten üblich war, die zum Rücktritt von irgendwelchen Ministern führten. Was Richard wurmt: Gerade wenn es um den Datenschutz geht, sollte dies nicht der Fall sein. Zusammen mit Marco Maas von OpenDataCity und anderen Mitstreitern haben sie die Plattform LobbyPlag.eu gestartet, auf der solche Gesetztestexte in Zukunft genauer auf die Lobbyherkunft abgeklopft werden sollen. Hintergründe gibt es im Blog von Richard und auf der neuen Plattform. Richard und Marco geben heute Abend Auskunft über ihr neues Projekt.

Ab 21 Uhr senden wir live auf YouTube. Den Link zum Stream gibt es bei Google+, über meinem Twitteraccount und hier im Blog.

Das Video:

fiene & das digitales quartett bewirbt sich

Wir hatten gestern wieder ein schönes Digitales #Quartett — diesmal zum Thema Bewerbung 2.0. Im Blog von unserem Gast der Punktefrau findet ihr einen schönen Beitrag zur Talkshow. Die Videos sind auch eingettet. Ab in das Blog der Punktefrau.

fiene & dld-conference 2013, tag 2 & 3

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Weiter geht es auf der #DLD13 mit dem zweiten Tag. Ich habe auf wasmitmedien.de eine Liste mit aktuellen Links zusammengestellt, wenn ihr das Event oder meine Berichte verfolgen wollt. Hier sind meine Notizen vom Montag.

Till Roenneberg (LMU Mnchen), hat bei seiner Forschung festgestellt, dass es einen Unterschied zwischen der inneren Uhr und der Uhr der Arbeitswelt gibt. Viele Menschen leben in zwei unterschiedlichen Zeitzonen und leiden unter einem “social jetlag”. Das hat enormen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Menschen. Jeder Mensch hat eine innere Uhr von 24 Stunden. Einige sind Morgen- und andere Nachtmenschen. 30 Prozent unserer Gene sind zu bestimmten Zeiten am Tag überhaupt nicht aktiviert. Deswegen ist es wichtig, dass wir Medizin zur richtigen Zeit am Tag nehmen, um den größten Effekt zu erzielen. Allerdings sieht der optimale Zeitpunkt bei jedem Menschen unterschiedlich aus. Schlafforschung sollte nicht mehr im Labor stattfinden, sondern ähnlich wie das Human-Genome-Project. Sein Ratschlag auf die Frage, ob man abends die Party überspringen sollte, um mehr zu schlafen: “Social life is sometimes more important than sleep, especially when you are in reproductive age”, so Till Roenneberg. Funfact: Man kann zu viel essen, aber nicht zu viel schlafen.

Eugene Kaspersky. Erst wenn Leute ihr Notebook verlieren, beginnen sie sich mit Cyberkriminalität zu beschäftigen. Seit 25 Jahren beschäftigt er sich mit Sicherheit und befürchtet, dass die Situation vom Schlechten zum Schlimmeren entwickelt. Amerikanische Gefängnisse sind zum Beispiel mit dem Internet verbunden und somit verwundbar: Mit einem Virus oder einem Hackerangriff könnten alle Zellen von außen geöffnet werden. Sind wir dafür bereit, fragt Kaspersky.

Seine These: Deutschlands Atomausstieg habe zwar mit der Katastrophe von Fukushima zu tun, die Bundesregierung könnte aber auch eine ganz andere wichtige Motivation gehabt haben. Die steigende Bedrohung durch Cyberattacken hätte das Atommeiler-Netz zu einem verwundbaren Ziel werden lassen. Auch wenn Kasperskys Szenarien düster sind, bleibt er Optimist. Er glaubt weiter an die Menschheit.

Mikko Hypponen (Sicherheits-Experte). Glückliche Hacker gibt es nicht mehr. Die Angriffe von heute stammen von Kriminellen, Hacktivisten und Regierungen. Aus Hacking ist ein großes Geschäft geworden. Wenn Hacker großes Geld verdienen können, investieren sie auch in bessere Leute und das macht die Aufgabe für Hacker schwerer.

Philip Inghelbrecht (Rockmelt). Er erwartet, dass Microsofts Suchmaschine Bing steigende Nutzerzahlen haben wird, da der Konzern Deals ausarbeitet, dass bei Windows 8 nicht der IE nicht nur als der Standardbrowser eingestellt wird, sondern Bing auch als die Standardsuche.

Albert-László Barabási (Northeastern University) Wenn er Zugriff auf unsere Bewegungsdaten aus der Vergangenheit hat, kann er zu mehr als 90% sagen, wo wir morgen Nachmittag um 15 Uhr sein werden. Generell ist die Aussa Muster zeigen: Wir würden unseren freien Willen auf einen ganz andere Weise nutzen, als wir das selbst vermuten.

Padmasree Warrior (Cisco). Oft ist es ein Problem, dass wir viele Daten sammeln und speichern sie, weil die Festplatten so viel günstiger geworden sind. Wir wissen aber gar nicht, was wir mit ihnen anstellen können. Im großen und ganzen geht es immer um zwei Dinge: Entweder Prozesse zu automatisieren und die Erfahrungen der Nutzer zu verbessern.

Werner Vogels (Amazon.com). Obwohl ein Händler ist, ist Amazon eigentlich eine große Forschungseinrichtung. Jede Handlungsentscheidung beginnt mit der Analyse vieler Daten.

Christina Tanner (TV Guide). Im Schnitt schauen Amerikaner 35 Stunden TV in der Woche. “Sie sind die 1%”, sagte sie in Richtung Publikum der DLD. In Manhattan würde heute niemand mehr zugeben, TV zu schauen. Es sei cool, “heute kein Fernsehgerät” mehr zu Hause zu haben. Aber die Realität sähe dann doch anders aus. Aber: Alles sei im TV irgendwie dann doch eine Seifenopfer. Amerikaner denken Downton Abbey sei eine kluge Sendung, weil alle eine britischen Account haben, aber in Wirklichkeit ist das eine Seifenopfer.

Borys Musielak (Filmaster) – Twitter ist ein TV-Start-Up – und das ausversehen.

fiene & dld-conference 2013, tag 1

dld_logo Bis Dienstag bin ich in München auf der #DLD13 — ich habe dazu auf wasmitmedien.de eine Liste mit aktuellen Links zusammengestellt, wenn ihr das Event oder meine Berichte verfolgen wollt. Hier sind meine Notizen vom ersten Tag.

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Rick Smolan, The Human Face of Big Data, betont, dass Big Data nicht gleich Big Brother bedeutet. Ein Aspekt ist, dass aus Big Data ein Nervensystem für die Welt entsteht. Solche Frühwarnsysteme können zum Beispiel bei Erdbeben helfen. // Was für den einen Wissenschaftler Datenmüll ist, kann für den anderen Wissenschaftler pures Gold bedeuten. Deswegen müssten Daten auch vernetzbar sein. // Das Produzieren von Daten wird auch günstiger: Heute kostet die Analyse der eigenen DNA 4.000 US-Dollar. Das Sammeln von Daten hat heute noch noch einen spielerischen Charakter — in Zukunft können aber durch die Daten konkretere Vorhersagen über die eigene Gesundheit getroffen werden! Smolans Motivation: Über Big Data muss jetzt intensiv geredet werden: Wir produzieren so viele Informationen mit unseren Kreditkarten, Fitbits und Websurferein, können aber nicht immer direkt drauf zurückgreifen, während sich andere daran eine goldene Nase verdienen können. Bei seinem Projekt gibt es eine App, die “The Human Face of Big Data” sichtbar machen soll. Hier kann jeder Teilnehmer auch seinen persönlichen Daten-Doppelgänger finden.

Dj Patil, Datenwissenschaftler, fordert, dass wir unsere Entscheidungen auf Daten stützen, dabei aber immer auch Menschen einbeziehen. Ein Beispiel sei Raumschiff Enterprise. Patil bezeichnet Cptain Kirk als den besten Entscheider überhaupt, da er neben sich einen hervorragenden Datenanalysten auf der Brücke hat — Spock. “Hast du einen persönlichen Spock auf deiner Brücke?” Wir brauchen heute Datenwissenschaftler, die zwischen den Daten und Anwendern vermitteln. Häufig sind wir oft Sklaven unserer Werkzeuge und scheitern am korrekten Umgang mit Big Data. Patil: ”Big Data is like teenage sex; everybody is talking about, very few are doing it.” // Unsere nächsten Ärzte sind Computer. Zurück zum Enterprise-Beispiel: Dr. McCoy hat als Arzt auf der Enterprise die Untersuchungen vom Computer durchführen lassen und dann die Ergebnisse genannt. Der Computer kann nicht sprechen und heute ist es auch wichtig, dass ein Mensch Teil des Kreislaufs ist. Wir müssen aber im Hinterkopf behalten: Big Data können auch zum Scheitern führen. “Always keep in balance with Data, by keeping it human.”

http://www.thejohnnycashproject.com ist ein weltweites Kunstprojekt, an dem jeder sein persönliches Portrait über Johnny Cash erstellen kann.

René Obermann, Deutsche Telekom, will im Laufe des Jahres abtreten und lieber bei einer kleineren Firma antreten. Der Technologiesektor bewege sich so schnell, dass er sich bei kleineren Firmen stärker austoben könne. Die Herausforderung sei es für Telcos heute, mehr mit weniger zu erreichen. Er glaubt nicht, dass es der hiesigen Techszene an Kapital, aber an Ideen fehlt.

Klaus Hommels, Investor, hat in Spotify oder Skype investiert. Große Unternehmen müssen junge Firmen besser unterstützen. Er glaubt (im Gegensatz zu Obermann), dass wir in Europa zu wenig Kapital haben, dass hier investiert wird. Dies beeinflusse auch die Standortentwicklung, wenn US-Investoren Ideen und somit dann auch die Firmen zu sich in die Staaten holen. // Nur 24—28-jährige Programmierer vom Land können echte Innovationen schaffen. Programmierer starten die cooleren Firmen, weil sie ein Problem erkennen und es selbst lösen können. Das Problem in Deutschland: Die jungen Programmierer hier wollen oft keine Unternehmer werden.

John Hering, Lookup Startup, beschäftigt sich mit seiner Firma mit mobiler Sicherheit. Bei einem Test in Hollywood, haben sie Sicherheitslücken bei Prominenten aufgespürt. Das unsicherste Handy hatte seinerzeit Tom Hanks. Seine Erfahrung mit internationalen Partnern: “Leadership is everything.” Er mag das Zitat über das derzeitige Geschäftsklima: “Wenn du nicht am Tisch sitzt, stehst du auf der Speisekarte.”

Zachary Sims, Gründer der Codeacademy, zeigt seine Community, bei der jeder selbst programmieren lernen kann und die Community dabei hilft. 60 Prozent kommen aus dem Ausland. Programmieren sei die Bildung des 21. Jahrhundert, Schulen würden es aber nur ungenügend unterrichten. Erfahrung: Die Schüler lernen viel besser von Freunden, Bekannten oder Gleichaltrigen als in der klassischen Schulsituation.

Arthur Sulzberger, Jr., Chairman and Publisher The New York Times, berichtet, dass die New York Times 600.000 bezahlende Digital-Abo-Kunden hat. Die Einnahmen aus den Abos und der Werbung teilen sich in fast gleiche Teile auf. Journalisten haben Macht, indem sie eine Marke sind. Die NYT wurde zu einer “social company”, weil die Mitarbeiter die Inhalte am meisten teilten.

Martin Niesenholtz, Advisor The New York Times, empfiehlt Verlagen, dass sie sich nicht zu sehr auf Google konzentrieren. Das lenke ab.

Jeff Jarvis, CUNY, sagt, dass Twitter & Co. als Plattform und nicht wie ein altes Medium behandelt werden. Die  Aufgabe von Journalisten ist es, die Plattformen wertvoller zu machen. Er warnt davor, sich zu stark auf die alten Geschäftsmodelle zu konzentrieren und mit Ideen, wie dem Leistungsschutzrecht, zu verteidigen. Eine Plattform erkennt man daran, wenn die Nutzer sie für ihre eigenen Zwecke benutzen und nicht so, wie der Gründer es ursprünglich vorsah.

Katharina Borchert, CEO Spiegel Online,  warnt davor, dass die Trennung zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten aufgehoben werden. Sie nennt ein Beispiel von einem Advertorial im Atlantic-Magazin, welches durch Scientology bezahlt wurde. Sie glaubt nicht, dass das Leistungsschutzrecht ihre Branche retten wird. Sie ärgert sich, dass kluge Köpfe zu viel Zeit darauf verwenden.

Dr. Ornish, Clinical Professor of Medicine at UCSF and Founder/President of the nonprofit Preventive Medicine Research Institute (pmri.org), erklärt, dass uns Social Networks wie Yoga heilen. Wer 30 Minuten am Tag läuft, fördert sein Gehirn. Ein Anti-Raucher-Slogan, der aus seiner Erfahrung funktioniert: “Rauchen macht hässlich und impotent.” Als 23.000 Menschen jede Woche 3,5 Stunden Sport trieben, nicht rauchten, gesund aßen und ein passendes Gewicht hielten, hatten 93% Prozent weniger Diabetes, 81% weniger Schlaganfälle/Herzkrankheiten and 36% weniger Krebs. // Zum Thema Einfluss: Wenn deine Freunde adipös sind, ist das Risiko, selbst adipös zu werden, um 45% höher. Wenn die Freunde deiner Freunde adipös sind, ist das Risiko immer noch um 25% höher. Wenn die Freunde der Freunde deiner Freunde adipös sind, ist das Risiko immer noch um 10% höher . Ein wichtiger Faktor ist Liebe und Hoffnung: Kranke Menschen leben länger, wenn sie nicht in eine Depression verfallen. Depressionen kommen häufig daher, dass man sich alleine fühlt oder nicht geliebt wird. Wer in Social Networks gut mit Freunden und Bekannten vernetzt ist, fühlt sich nicht allein oder ungeliebt. So können Social Networks somit eine heilende Wirkung haben.

Alec Ross (US Department of State), sagt, dass nicht jedes Mitglied der US-Regierung bei Twitter sein sollte. Das wäre unheimlich langweilig. Er sucht dringend ein Analysetool, um Social-Media-Networks zu beobachten. Die Analysetools seien sehr schwach. Seine Regierung habe viel Geld für den Einsatz eines solchen Systems, aber es sei nicht vorhanden. Würde er Unternehmer werden, würde er so ein System programmieren und unendlich reich werden. Viele andere Regierungen würden sich dafür auch interessieren. Er stellt zwei Projekte vor, die in unterdrückenden Regimes zum Einsatz kommen: The Commercial-Project ist ein Koffer, der Internetzugang ermöglicht. Es gibt auch einen Panic-Button für das iPhone. Wer von der Geheimpolizei verhaftet wird, kann direkt die Inhalte auf dem iPhone in die Cloud laden und vor Ort löschen lassen, damit die Behörden nicht auf das Adressbuch und die anderen Daten zugreifen können.

fiene & eine vorschau auf die tutzinger radiotage 2013

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Ein Steg am Starnberger See. Im Hintergrund die Akademie für politische Bildung. Ein Schnappschuss aus dieser Woche, denn dort fand unser Vorbereitungstreffen für die Tutzinger Radiotage 2013 statt. Zum zehnten Mal gibt es in diesem Jahr die Radiotage. Sie werden wieder von der Bundeszentrale für politische Bildung (Tipp: Deren Hörfunk-Portal hoerfunker.de) zusammen mit der APB Tutzing vom 16.—18. Juni 2013 durchgeführt.

Zum zweiten Mal durfte ich bei dem Vorbereitungsgremium dabei sein, das durch die Veranstalter und lieben Radiomachern aus dem öffentlich-rechtlichen und privaten Hörfunk besetzt wird. Ich möchte euch noch einen kleinen Vorgeschmack geben. In diesem Jahr lautet das Motto “Macht.Radio.Sinn(?).” Die einzelnen Segmente verteilen sich auch auf die einzelnen Tage.

Rund um das Thema Macht wollen wir schauen, wer denn in Zukunft über Radio entscheidet. Konkret geht es um die Auswirkungen des Medienwandels: Der private Hörfunk ist in Deutschland durch Verlage getrieben, aber wie wird sich deren Engagement durch die Krise im Printbereich verändern? Welchen Einfluss hat dies, und auch die Debatte um die Haushaltsabgabe, auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Die Antworten werden unmittelbaren Einfluss auf die Radiostation der Zukunft haben und somit auch auf unsere Jobs. Auch die Relevanz oder den Auftrag des Radios für unsere Gesellschaft spielt im Bereich Macht eine wichtige Rolle.

Der Montag ist der traditionelle Workshop-Tag. Es geht also um Radio. Wir wollen uns anschauen, wie man zeitgemäss im Wahljahr 2013 über Politik im Radio berichtet. Wir wollen uns anschauen, welchen Einfluss der Begriff Heimat auf ein lokalen, regionalen oder landesweiten Sender und dessen Programm haben kann und haben sollte. Wir wollen uns aber auch den vergessenen Hörer anschauen. Wie kann echte Zuhörerbeteiligung aussehen? Social-Media ist bei dem Thema aber nur ein Randaspekt oder ein Werkzeug, und soll nicht in einem Hype-Mittelpunkt stehen.

Das 10-jährige Jubiläum wird mit einem kleinen Abendprogramm gefeiert. Bei dem Programm darf etwas gelacht werden (keine Sorge, dafür sorgen wir nicht selbst) und hinterher steht vor allem das Socializen im Mittelpunkt.

Am letzten Tag geht es um den Sinn. Warum machen wir alle eigentlich “was mit Radio”. Aus Leidenschaft, aber natürlich auch um unseren Lebensunterhalt zu finanzieren. Wir wollen uns deswegen den kleinen Arbeitsmarkt für Radiojournalisten in Deutschland anschauen. Wir sprechen über Finanzen und Zukunftsperspektiven. Dem Aspekt Leidenschaft nähern wir uns zum Ende des Programms, indem wir Mutmacher einladen, die durch Eigeninitiative wunderbare Projekte auf die Beine gestellt haben. Mal sehen, was wir uns von denen abschauen können — und sei es die Leidenschaft.

Das ist die grundsätzliche Idee des Programms. In nächster Zeit fragen wir unsere Wunsch-Referenten an und versuchen das Programm mit Leben zu füllen. Bitte denkt dran, wirklich fix ist das ganze erst, wenn es im Programmheft steht. Wenn das erscheint, gibt es auch die Möglichkeit sich anzumelden. Ich werde drauf hinweisen.

Auf ein Projekt freue ich mich schon: Nachdem im letzten Jahr eine Klasse eines Onlinejournalismus-Studiengangs die Radiotage begleitet hat, wollen wir an der Idee festhalten. In diesem Jahr wollen wir uns stärker auf junge Radiomacher konzentrieren. Traditionell sind auch Volontäre unter den Teilnehmern. Mir gefällt die Mischung aus Reportern, Redakteuren, Chefredakteuren und Berufseinsteigern. Um letztere etwas zu fördern, werden wir zusammen mit “Was mit Medien” Stipendiate für Radiotalente ausschreiben. Die Gewinner bekommen einen extra Crossmedia-Workshop, sind bei der Tagung dabei und begleiten ihre Erlebnisse via Blog, Facebook & Twitter.

Soweit eine kleine Vorschau auf die Tutzinger Radiotage 2013.

fiene & das winter-geek-update

Ja, wir haben Winter. Das steht zumindest im Kalender.

Im letzten Januar und August habe ich etwas über die Webdienste geschrieben, mit denen ich täglich hantiere — sei es beruflich oder privat. Mal sehen, wie sich die Nutzung und Wahrnehmung im letzten halben Jahr verändert hat.

Meine Immergrüns — wo sich kaum etwas verändert hat

Facebook. Das soziale Netzwerk ist weiter der Platzhirsch im Netz. Hier sind einfach alle. Meine Einschätzung von vor einem Jahr ist mit meiner heutigen identisch: Es ist gut, dass es einen Ort im Netz gibt, bei dem alle sind. Für Journalisten eine Goldgrube. Leider bringt so ein Status auch viel Hysterie mit sich. Schließlich sind auch Leute bei Facebook, die eigentlich gar kein Typ dafür sind und einfach mal so mitgelaufen sind. In den letzten Monaten war es aber erstaunlich ruhig. Bisher sind mir keine Fälle aufgefallen, die einen auf Ilse Aigner machen und Facebook mit viel Tamtam verlassen. Kurze Frage in die Runde: Nutzt überhaupt wer die neue Videochat-Funktion bei Facebook?

Twitter. Mein Liebling. Auch hier gilt die alte Einschätzung: Ich mag das einfache System (wenn man es erst einmal verstanden hat), die meisten Leuten und die pure Form der kurzen Information. Auch wenn das kein Jedermann-Netzwerk ist, habe ich persönlich viel von Twitter. Mittlerweile nutze ich aber kaum noch die Webseite. Meistens nutze ich die Clienten auf dem iPhone oder Mac. Oder Hootsuite als Webclient. Inzwischen ist Tweetbot für Twitter die Smartphone-App meiner Wahl. Hier kann ich unauffällig Leute und Themen für eine bestimmte Zeit oder gar für immer ausblenden. Es gibt auch eine noch ganz junge Desktop-App, die ich auch einsetze. Die läuft relativ stabil und macht Spaß!

Google+. Der Neuling. Ich schätze Google+ für den Krach, den das Netzwerk bei der Konkurrenz zunächst ausgelöst hat. Ich liebe die Hangouts als Videochatplattform über alles. Die Hangout-On-Air-Funktion war für mich die Innovation des letzten Jahres. Aber ansonsten habe ich noch keinen Zugang zu der Plattform gefunden. Ich verlinke dort zwar einige meiner Artikel und Podcasts, aber ansonsten habe ich mich mit G+ noch nicht angefreundet. Ich glaube G+ muss noch besser erklären, warum wir das Netzwerk brauchen. Mittlerweile habe ich allerdings verstanden, dass G+ kein eigenes soziales Netzwerk ist, sondern eine Art “social layer”, der über alle Google-Dienste gelegt wird und diese mit sozialen Funktionen ausstattet.

Foursquare. Seit 2011 nicht nur ein tolles Spielzeug, sondern auch wirklich nützlich. In der Kategorie “Location Based Services” habe ich ja schon immer an Foursquare geglaubt. Es macht weiter Spaß. In den letzten beiden Jahren hat mir Foursquare zudem wegen der neuen Entdecker-Funktionen als wunderbarer Reiseführer jeweils in Stockholm und New York gedient. Ich habe tolle Cafés, Restaurants und Bars entdeckt. Übrigens: Foursquare (neben Path) ist das Netzwerk, in dem ich die meisten Leute ablehne, die Freundschaftsanfragen stellen. Foursquare fühlt sich immer stärker als ein eigenes soziales Netzwerk an. Eigentlich sogar mein einziges Netzwerk, welches ich wirklich privat mit Freunden nutze. Hier steigt die Party. Mich irritieren höchstens die immer mal wieder aufflammenden Meldungen, dass die Investoren bald keine Lust mehr auf Foursquare haben und somit die Zukunft des Dienstes in den Sternen steht. Ob es stimmt? Ich hoffe nicht.

Google. 2011 fand ich die Suchergebnisse richtig gut. Weniger zugemüllt als noch 2010. Stärker gefreut hatte ich mich auf 2012! Aber der Wunsch nach “unified search” hat sich noch nicht erfüllt. Mit “unified search” kann ich über die Suchbox an der Startseite auch meine GMAIL-Ergebnisse kombiniert mit der Websuche vorfinden. Gebe ich zum Beispiel “Meine Reisen” ein, erhalte ich direkt den Link auf die Mails mit den Flugtickets für anstehende Reisen. Überlegt euch mal, wie toll das alles wird. Vielleicht kommt es ja 2013. Aber der Innovationsgrad in Sachen “Suchmaschine” scheint nicht mehr so hoch zu sein. Google konzentriert sich auf die Googleplusifizierung seiner Produkte.

Dropbox. Weiterhin mein Lieblingstool. Warum ich den Online-USB-Stick, wie ich Dropbox gerne bezeichne, auch im letzten Jahr so gerne mochte, habe ich hier aufgeschrieben.

WhatsApp. Ich hasse diese App. Im Januar 2011 schrieb ich: Bin ich froh, dass es iMessage gibt, dann nutzen weniger Leute WhatsApp. 2013 muss ich feststellen: iMessage wird “unabsichtlich” genutzt, während die Leute weiterhin aktiv zu WhatsApp greifen.  Die App war in ein oder zwei Situationen praktisch, aber ganz ehrlich? Immer wenn mir jemand über WhatsApp eine Nachricht geschickt hat, habe ich gezögert, weil es mich nervte, die App zu starten. Das Ding ist mir ein Tick zu umständlich. Heute schreibe ich: Bedauerlicherweise ist die Nutzung in meinem Umfeld nur unwesentlich zurück gegangen. Ich mag die App inzwischen noch weniger. Kürzlich schrieb ich bereits über die Schattenseiten von Whats App. Die Pseudo-Alternative Hike aus Indien ist irgendwie auch quatsch.

Skype. Keine Veränderung: Meistens nur benutzt, wenn man sich direkt zum Videochat verabredet hat.

iPhone. Weiterhin begeisterter 4S-Nutzer.

WordPress. Weiter meine Standardblogsoftware.

Tumblr. Ich liebe diesen Microblogdienst. Ich schätze die einfache Nutzung und habe Respekt vor den ganzen Communitys, die sich auf dieser Plattform bewegen. Ich glaube dort sind ganze Blogosphären zu finden, die wir gar nicht wahrnehmen. Ich habe es im ersten Halbjahr aber noch nicht geschafft, mich näher damit zu beschäftigen. Hier sehe ich zwar weiter großes Potential für klassische Medienanbieter, habe es aber noch nicht geschafft, mich damit auseinander zu setzen.

MacBook Air. Ich habe die Version aus dem Jahr Herbst 2010 und bin unendlich glücklich mit dem Gerät. Ich habe noch keine Akku-Ermüdgungserscheinungen festgestellt. Die 250-Gigabyte-Festplatte ist aber zu klein, um die Bibliotheken von iPhoto, iTunes und iMovie vollständig zu nutzen. Mein Drobo dient als Backup- und Auslagerungsfestplattensystem. Was ich zum Jahresbeginn aber feststelle: Es gibt die ersten Webseiten (zum Beispiel die im Dezember neu gestartete Monocle-Webseite), bei denen selbst mein 1440×990-Auflösung nicht mehr ausreicht. Ob das MacBook bei der Dauernutzung noch sein drittes Jahr schafft?

Computer. Habe ich nicht. Mein MacBook Air reicht völlig aus. Wobei ich mir einen größeren Bildschirm und eine größere Festplatte wünsche. Doof, dass Apple vor ein paar Wochen unheimlich attraktive iMacs vorgestellt hat. Vielleicht kommen die auf meine Wunschliste für den Sommer.

GMAIL. Weiterhin mein Lieblings-E-Mail-Dienst! Als Nutzer der ersten Stunde bin ich immer noch sehr glücklich mit diesem Google-Produkt. Ich habe mir das neue Outlook.com angeschaut, aber nicht mal für fünf Sekunden überlegt zu wechseln. Die Innovationskurve bei GMAIL gleicht zwar aktuell eher Nordfriesland, aber das macht ja (noch) nix. Doof: Ich habe aktuell 29 GB (von 30 GB) voll und das Buchen eines größeren Google-Drive-Accounts hat nicht zu mehr Speicherplatz in den Mails geführt. Als ob es hier eine Grenze gibt. Ich muss mich noch mal durch das Kleingedruckte wühlen.

Instagram. Das Foto-Netzwerk. Letzten Sommer schrieb ich: Da gab es im letzten Halbjahr ja einigen Tamtam um Instagram, aber ich bin immer noch kein Heavynutzer. Viele Freunde sagen mir  zwar immer, ich solle mehr instagramen, aber befinde mich noch in der Findungsphase. 2013: Inzwischen habe ich mich mit Instagram angefreundet. Es vergeht keine Woche, in der ich nicht ein paar Fotos hochlade und über Facebook und Twitter verteile.

MyTaxi. Großartige App! Ich liebe die Taxi-App auf so vielen Ebenen. Einmal ist sie praktisch und funktional, dann bringt sie das Taxi-Business in Schwung und dann nutze ich sie wirklich regelmässig. Bisher keine schlechten Erfahrungen. Bonuspunkt: Sie wird immer schön weiterentwickelt. Jetzt können wir mit der App sogar bezahlen. Ich habe mich aber ertappt, dass ich in letzter Zeit die App etwas weniger nutze. So manche Taxifahrer haben meinen Namen gesehen und mich dann angesprochen, ob ich der aus dem Radio bin. Gerade wenn sie mich zu Hause abgeholt haben und dann noch meine Handynummer haben, hinterlässt ein suboptimales Gefühl (auch wenn das alles googlebar ist).

DriveNow. Im Januar 2012 habe ich mich bei dem Carsharing-Anbieter von BMW und SIXT angemeldet. Ich werde demnächst noch einmal ausführlicher über DriveNow bloggen. Mit der App verwalte ich “meinen” Fuhrpark von mehreren Hundert MiniCoopers und 1er BMWs. Insgesamt konnte ich meine Mobilitätskosten durch das Carsharing deutlich senken (sorry Taxis!). Der Support ist auch hervorragend. Bei einer Fahrt nach Köln, konnte ich bei der Rückfahrt der Auto nicht mehr öffnen, da es keinen Kontakt zur Cloud bekam, um meine Daten abzugleichen. Auch DriveNow konnte das Auto nicht mehr orten. Sie erlaubten mir, ein Fahrzeug der Kölner Flotte zu nutzen, um damit nach Hause zu fahren. Ganz anders hingegen Car2Go: Thomas Knüwer machte mit der Smart-Variante komische Support-Erfahrungen und ich schaffte es nicht, meine Anmeldung fertig zu stellen, da die in Düsseldorf nur einen Stützpunkt haben, der immer geschlossen hat, wenn ich in der Nähe bin (in der Tat: Die Innenstadt ist ja immer so leer, dass es sich wirklich nicht lohnt, länger als bis zum Mittag geöffnet zu haben).

Podcasts. Die gehören immer noch fest zu meinem Medienalltag! Ich höre sogar noch mehr Podcasts in letzter Zeit. Die Podcast-Verwaltung in iTunes nutze ich nur noch zu Archivzwecken. Die Podcasts höre ich über die Instacast-App. Die ist hervorragend. Ich mag den Hinweis auf meinem Smartphone, wenn eine neue Folge von meinem Lieblings-Podcast zur Verfügung steht. Ich mag es, dass ich unterwegs die Folgen direkt streamen kann. Ich mag es, dass zu Hause direkt die Folgen per WLAN geladen werden. Nicht so sehr mag ich es, dass die neusten (und per WLAN geladenen) Folgen manchmal in Instacast verschwinden und ich unterwegs dann doch streamen muß. Erinnert ihr euch noch an die Podcast-App, die Apple für die iOS-Geräte herausbrachte? Nutzt die überhaupt jemand?!

AppleTV. Das ist weiterhin für mich die Überraschung! Das Gerät hat meinen digitalen Alltag direkt erobert. Ich streame Musik vom Schreibtisch oder aus dem Schlafzimmer direkt auf das TV-Gerät im Wohnzimmer und über Airport Express in die Küche. Dann kann ich wunderbar meine iTunes-Serien schauen und brauche die nicht mehr aufwendig vom Drobo auf das MacBook Air schieben, denn AppleTV erkennt, welche Shows ich bereits kaufte und streamt die dann aus der Cloud. Das MacBook bleibt zugeklappt. Auch toll: Freunden Fotos zeigen, indem ich sie auf dem iPhone auswähle und per Wisch auf das AppleTV beame. iPhoto wird seit dem schon nicht mehr wirklich befüllt. Dann geht AppleTV auch noch zu Lasten meines TV-Empfängers. YouTube auf dem Fernsehen ist einfach mächtig. Es gab schon mehrere Abende, an denen ich eigentlich Fernsehen schauen wollte und dann den ganzen Abend bei YouTube hängen blieb. Das AppleTV-Kästchen ist eigentlich aktuell ein Argument, dass ich eigentlich gerade keinen festen Computer benötige.

Chrome. Weiterhin mein Lieblingsbrowser.

Beste Musik-Erkennungs-Software: Löscht Shazam, nutzt SoundHound. Ist viel besser!

Beste Foto-App: SnapSeed.

Die Karawane zieht weiter — diese Tools sind weniger im Einsatz

Google Reader. Weiter meine Basis für Reeder und mein Unterwegs-Client für die RSS-Schlagzeilen. Aber: Böses Google, einfach so ein paar Funktionen geklaut zu haben.

Reeder. Weiter mein Lieblings-RSS-Reader auf dem iPad und dem Mac. Einfach zu nutzen und ich kann direkt Inhalte mit meiner Merkliste und mit euch via Facebook und Twitter teilen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich in den letzten Monaten kaum meinen RSS-Reader genutzt.

Flipboard. Im Sommer schrieb ich: Auch in diesem ersten Halbjahr hat das Flipboard keinen Eingang in meinen regulären Medienkonsum gefunden. Ich finde die Art der Nachrichtenaufbereitung zwar extrem schick, aber das ist nichts für meinen täglichen Gebrauch. An verregneten Sonntagen blätterte ich zwar gerne mal durch mein Flipboard, mehr aber auch nicht. Jetzt schreibe ich: Ich habe im letzten Halbjahr die App vielleicht drei Mal geöffnet.

iPad. Ein Sonntagsgerät. Ich habe weiter das Gerät der ersten Generation, hole es aber nur selten aus dem Regal. Als ich im Mai in München war, faszinierte es mich, wie viele Menschen das Gerät immer dabei haben und alles damit machen. Irgendwie wünsche ich mir das auch immer. Meine Versuche enden dann aber wieder bei meiner Kombination aus MacBook Air und Notizbuch. Im letzten halben Jahr habe ich das iPad nur einmal benutzt.

Xing. 2012 schrieb ich: Zwei Mal im Monat habe ich mich weiterhin eingeloggt, um Nachrichten abzurufen. Xing ist für mich einfach ein sich selbst aktualisierendes Adressbuch. 2013: Ich logge mich nur noch einmal im Monat ein. Ob ich mich bald abmelde?

Die neuen Lieblinge — Tools, die ich häufiger nutze

Android. Im letzten halben Jahr bin ich wieder Android-Nutzer geworden. Ich habe mir im Herbst/Winter das Nexus 4 und 7 gekauft, um mich auch in der Android-Welt auszukennen. “Google Now” fasziniert mich von seinem Konzept stärker, als das ich es im Alltag schon hätte nutzen können, aber Android 4.2 (“Jelly Bean”) zieht mir die Socken aus: Wenn jetzt Startups anfangen, ihre mobilen Apps zuerst für Android zu programmieren, gibt es bald immer weniger Gründe sich ein iPhone zu kaufen.

Kindle. Im Januar war ich von meinem 99-Euro-Kindle total begeistert. Seit dem liegt er im Schrank. Ich habe den Reader aber noch nicht aufgegeben und habe mir im Dezember den Paperwhite gekauft. Ein wunderbares Gerät um Bücher zu lesen. Ich finde den Vergleich “weiß wie Papier” zwar übertrieben, aber mir gefällt das Hintergrundlicht und die Nutzerführung mit Touchscreen. Der Kindle Paperwhite ist für mich das Referenzgerät in der eReader-Welt.

Spotify. Nach meinem letzten Geek-Update meldete sich Spotify, und schickte mir einen Gutschein für einen 3-Monats-Test für den Premium-Account. Ich habe in der Zeit Spotify wirklich schätzen gelernt. Ich hatte nie eine mega-sortierte Musikbibliothek und so fiel mir der Umstieg auf Spotify nicht schwer, da ich direkt die Musik hören könnte, die ich wollte. Ich mag es, in die Playlisten meiner Freunde zu schauen. Ich kann aber verstehen, dass einige Spotify für seine enge Verknüpfung mit Facebook kritisieren — oder das neue Musik häufig erst sehr spät in den Katalog aufgenommen wird. Was macht eigentlich Rdio?

Nexus 7. Ich wollte den Tablets doch noch eine Chance geben. Nachdem die Geeks in den USA so sehr vom Nexus 7 schwärmten (und der Preis im Vergleich zum iPad wirklich gut ist), habe ich mir das Gerät gekauft. Und tatsächlich: Wie die US-Geeks habe ich seit dem mein iPad nicht mehr angerührt. Das Nexus 7 hat dazu geführt, dass es mein Lesegerät auf dem Sofa, in der Küche und im Bett ist. Hier habe ich früher immer mit dem iPhone Artikel, Mails oder Netzwerke gecheckt, das hat mein Nexus 7 übernommen. Mein Fazit nach ein paar Wochen: Ein wunderbares Surfgerät.

Nexus 4. Braucht man ein iPhone? Das teste ich gerade mit dem Nexus 4, welches ich mir auch noch gekauft habe. Hier habe ich aber noch nicht genügend Eindrücke gesammelt und kann wohl erst beim nächsten Geek-Update berichten.

OmniFocus. Es gibt ja viele Todo-Listen. In den letzten zwei Jahren habe ich ausschließlich mit meinem echten Notizbuch gearbeitet. Schon alleine, damit ich auf Reisen die Listen durchgehen, überdenken, streichen und ergänzen kann. Ich bin jetzt aber zu OmniFocus für Mac und für das iPhone gewechselt. Es gibt viele schöne Apps in diesem Bereich. Wunderlist gibt es in einer neuen Version und Things hat auch viele Anhänger. Optisch stechen diese Tools OmniFocus auf jeden Fall aus, aber ich kann das Programm einfach besser mit den Abläufen von Getting Things Done, eine von mir sehr geschätzte Arbeitsmethode, kombinieren.

Auf Wiedersehen! — diese Tools sind für mich gestorben

Gowalla. Hier wiederhole ich gerne noch einmal den Text aus Januar 2012: Es gibt Leute, die ja bei der Location Based Service Frage auf Gowalla gesetzt haben. Ich freue mich auf das richtige Pferd (Foursquare) gesetzt zu haben, denn Gowalla gibt es nicht mehr. Die Macher sind zu Facebook gegangen, um die dortigen Dienste zu unterstützen. Gowalla hatte zwar die schöneren Spielelemente, aber das reichte nicht.

Path. Nach dem steilen Höhenflug, der steile Fall. Im Januar war es mein neuer Liebling! Path ist ein soziales Netzwerk für einen begrenzten Freundeskreis. Eine iPhone-App, die den Fokus auf das Teilen von privaten Momenten legt.  Mein Ziel: Ich möchte hier eine Gruppe von lieben Menschen um mich scharen um schöne Momente zu teilen. Die Realität: Diese Gruppe von lieben Menschen habe ich auf Foursquare gefunden. Path hatte gute Momente, weil ich mit einem Posting gleichzeitig Foursquare, Twitter, Facebook oder Tumblr bedienen konnte, aber irgendwie hat die soziale Komponente innerhalb von Path überhaupt nicht funktioniert. Und ein Multi-Plattform-Posting-Ding brauche ich doch nicht. Ich werde Path bald löschen.

StudiVZ. Ich habe mich seit Januar nicht mal mehr eingeloggt, um zu sehen, ob das Netzwerk noch da ist.

Pinterest. Das Pinn-Netzwerk. Was für ein Hype, der ja mittlerweile verebbt ist. Ich habe erst gar nicht mitgemacht. Nicht meine Nische.

Und ihr so?

fiene & die goldenen blogger 2012 — die nominierten

Hier geht es zur Vorgeschichte – am nächsten Montag (17.12.) verleihen wir die Blogger des Jahres und diese Personen sind die Nominierten:

Blogger des Jahres:

  1. Stefan Niggemeier
  2. Antje Schrupp
  3. Caschy von Stadt-bremerhaven.de
  4. Tilo Jung

Sterbefall 2012:

  1. ftd.de
  2. Fernsehblog (Gibt es ja nicht mehr)
  3. Megaupload.com

Bestes Mode- / Lifestyle-Blog:

  1. Journelles.de
  2. Texterella.de
  3. http://okkarohd.blogspot.de
  4. http://maleknitting.de/

Schönster Foursquare-Ort:

  1. Deine Mutter
  2. mittem aufm kreisel in bad bederkesa
  3. raucherbereich grieche in käse

Newcomer des Jahres:

  1. http://www.fraumeike.de/
  2. http://quergedachtes.wordpress.com/
  3. http://michaelremke.com/

Bestes Food- & Wein-Blog:

  1. http://nutriculinary.com/
  2. http://www.sternefresser.de/
  3. http://www.culinarypixel.de

 Bestes Sportblog:

  1. http://spielverlagerung.de/
  2. http://fussballdoping.derwesten-recherche.org/
  3. http://www.jensweinreich.de/

Bestes Wirtschaft- & Finanzen-Blog:

  1. http://www.blicklog.com/
  2. http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/
  3. http://www.excitingcommerce.de/

Bester Blogger ohne Blog:

  1. Gernot Hassknecht
  2. Hans Sarpei  Markus Lanz
  3. Volker Kurt Beck

Bestes Geek-Blog:

  1. http://www.Mobilegeeks.de
  2. Femgeeks.de
  3. Netzwertig.com 

Bestes Tagebuch-Blog:

  1. http://www.fraumeike.de/
  2. http://frlkrise.wordpress.com/ 
  3. http://heimatpottential.blogspot.de/ 

Bestes Mikroblog (Twitter, Instagram, Tumblr & Co.):

  1. http://twitter.com/hermsfarm
  2. https://twitter.com/dasnuf
  3. https://twitter.com/halbgrieche 

 

fiene & die goldenen blogger 2012

Franziska Bluhm und Thomas Knüwer haben es schon geflüstert: Wir verleihen wieder die Goldenen Blogger des Jahres. Wir wollen mit euch die Perlen der Bloglandschaft finden und küren.

Unsere kleine Spaßveranstaltung gibt es mittlerweile seit sechs Jahren. Wir senden live im Internet und ihr suchen die besten Blogs des Jahres. Seit dem letzten Jahr ist unsere regelmäßige Online-Talk-Show Digitales #Quartett.

Das ist der Fahrplan:

  • Bis Sonntag (09.12.) könnt ihr bis um 22:45 Uhr eure Nominierungen in unseren Kategorien abgeben.
  • Am Montag (10.12.) geben wir um 21 Uhr im Digitalen #Quartett die Nominierungen bekannt.
  • Am Montag (17.12.) übertragen wir ab 21 Uhr die Goldenen Blogger 2012 Preisverleihung im Digitalen #Quartett um 21 Uhr wieder aus dem Elementarteilchen in Düsseldorf Flingern. Ihr könnt während der Preisverleihung aus den Nominierten die Sieger bestimmen
Wer noch mal schauen möchte, wie es 2011 war, findet hier meine Zusammenfassung. Jetzt gebt aber erst einmal eure Nominierungen ab :-) Hier geht es zu den Nominierten der Goldenen Blogger 2012.

 

fiene & digitales quartett #10

Heute geht es beim Digitalen Quartett um Digitale Identität(en) zu Gast sind Profilagentin Kixka Nebraska und Journalist Christian Jakubetz. Ulrike Langer ist zum ersten Mal Gastgeberin des #Quartetts.