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Erinnert ich euch noch an den ersten Montag dieses Jahres? Wir hatten überall Schnee. Pünktlich zum Beginn der Arbeitswoche gab es deswegen ein Verkehrschaos, welches irgendwie keins war. Im Büro wollten sich die Leute  über jedes Detail des Wintereinbruchs informieren. Und irgendwo in dieser medialen Schneewehe wirbelte mein kleines Quick-and-Dirty-Video durch die Gegend. Zwei Wochen später bin ich immer noch  von den Zugriffszahlen überrascht und wundere mich, was für komische Dinge im Netz passieren können. Meine Zutaten bei diesem Experiment: Die Flipkamera, YouTube, mein Blog und natürlich Twitter.

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Guten Morgen,

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Meine “Fox lässt auf You Tube ein Was mit Medien Video sperren” Geschichte geht weiter und ist jetzt zu Ende. Gewonnen! Nachdem ich am letzten Freitag tief traurig über das Unverständnis des Internets gewesen bin, habe ich tatsächlich einen “Dispute” durchgeführt.

Das umstrittene Video ist wieder online. Vor einer Woche war ich sauer, dass mir noch nicht mal erklärt wird, welcher Ausschnitt von Fox beanstandet wurde. Erst als ich den Dispute durchführte, stand dort, dass Fox sich an den Ausschnitt von “My Name Is Earl” störte. Warum stand das auf meiner Sperrseite denn nicht direkt? In knappen Sätzen begründetete ich, warum der Ausschnitt durch uns benutzt wurde (Promomaterial von einem Filmfestival; wie machen Berichterstattung über das Filmfestival; …). Einige Tage später lief das Video wieder und gestern bekam ich dann die hier angezeigt E-Mail. Ich bin begeistert und freue mich. Etwas ärgert mich der Unterton der letzten beiden Sätze (“… your account has not been penalized…”), aber was soll’s … Wochenende!

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Ich habe Post bekommen. Von YouTube. Der Betreff: “A YouTube partner made a copyright claim on one of your videos”. Ohha. Der zentrale Satz: “Your video is no longer available because FOX has chosen to block it.” Mehr als ein Tag habe ich jetzt darüber nachgedacht und aus meiner Verwunderung ist Verärgerung geworden. Es handelt es sich um einen “Was mit Medien”-Videopodcast aus dem Jahr 2006 (!) – wir haben rund um das Medienforum NRW, das Festival Großes Fernsehen und die Cologne Conference berichtet. Die Episode könnt ihr euch gerne ansehen (Direktlink auf die Filmdatei). Meine zentrale Frage: Hat Fox das Internet verstanden? Da kann jeder einen eigenen Schluß ziehen; gerne mit diesen Rahmenbedingungen als Entscheidungsgrundlage.

  • In den Festivalepisoden haben wir Filmausschnitte gespielt. Diese sind uns durch die Veranstalter als Promotionsmaterial zur Verfügung gestellt werden.
  • Wir haben uns journalistisch mit den Ausschnitten auseinandergesetzt.
  • Fox lässt YouTube eine Standardmail schicken in der mir nicht erklärt wird, was wir konkret falsch gemacht haben sollen (“some or all of the visual content”).
  • Fox bemerkt diese Episode zwei Jahre nach der Veröffentlichung.
  • Fox hat es nicht nötig uns auf Deutsch zu kontaktieren. Das macht es mir nicht ersichtlich, ob der Konzern überhaupt die Episode verstanden hat.
  • Ich kann jetzt entweder die Episode löschen oder die Entscheidung anfechten. YouTube will aber nicht als Mittler bei möglichen Copyright-Verstößen auftreten.
  • Anscheinend haben es YouTube-Partner relativ einfach Videos zu markieren, die dann direkt gesperrt werden.

Mich regt als YouTube-Nutzer vorallem der undurchsichtige Prozess auf, der hier stattfindet. Ohne korrekte Begründung ist das Willkür, finde ich. Anders kann ich den Satz “Your video is no longer available because FOX has chosen to block it” derzeit nicht interpretieren.

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Mutti, das Handelsblatt hat mich zitiert! Und dann auch noch zu meinem aktuellen Lieblingsthemas: Videos im Netz. Ich wurde gefragt, wie aufwendig diese kleinen, hippen Bewegtbildschnipsel im Netz sind. Den Artikel könnt ihr in der Printausgabe vom letzten Mittwoch (12. März) oder online nachlesen.

Bemerkenswert: Veröffentlichen starke Medienmarken Videos in einem eigenen YouTube-Channel, erfahren die Clips nur bedingt große Beachtung. Zeigt aber ein 18jähriger Hobbymusiker seine Klavierkünste, wird das Video über 18.000 Mal gestartet. Ich glaube, dieses unerwartete Klickverhältnis wird das nächste große gekränkte Ego-Ding der Verlage & Medienmacher. Bei den kommenden Podiumsdiskussionen wird uns von den enttäuschten Markenprofis erklärt, warum Video doch nicht das Allheilmittel ist und das sowas doch eigentlich keiner sehen will (obwohl sowas gerade alle gucken). Dann kommt noch hinzu, dass Print- und Onlineredakteure den Aufwand von Video gnadenlos unterschätzen. Wenn doch alles einfacher wäre …

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