Ich bin ja letzte Woche etwas durch Deutschland gereist. Dabei mußte ich feststellen: Die Deutschen haben das Internet nicht verstanden. Schon wieder nicht – noch immer nicht – wie auch immer. Eigentlich war meine Mission eine ganz Andere. Das Resultat habe ich in einem Gastartikel für das JEPBLOG aufgeschrieben. Meine Leseempfehlung: Den Deutschen ihr Internet.
Ich denke gerade über die Erwartungen nach, die man an universitätere Socialmediaktivitäten haben könnte. Was sollen Unis bei Facebook, StudiVZ, Twitter & Co. machen? Was würdet ihr spontan zu dieser Frage sagen? Erwartet ihr von eurer Uni, dass sie sich bei StudiVZ präsentiert – oder ist das eher eine Plattform auf der die Studis ihre Freizeitaktivitäten koordinieren? Fühlen sich hiesige Studis ausgeschloßen, wenn es in Facebook nur ein Infoangebot nur für internationale Studenten gibt? Was für Inhalte sollen überhaupt angeboten oder reichen Visitenkarten aus? Aber dafür gibt es ja eigentlich auch die normalen Webseiten? Fragen über Fragen – von Twitter habe ich noch gar nicht gesprochen! Darüber mache ich mir gerade Gedanken und ich würde mich über etwas Input von euch freuen.
Es ist bitterlich. Ein Thema hat mich in der letzten Seminar-Woche dann doch ziemlich beschäftigt: Es ist extrem leicht, persönliche Daten im Internet herauszufinden. Wir haben eine Boulevard-Meldung bekommen und sollten die Hintergründe recherchieren. Es ging um einen Hobby-Fotographen aus Mainz. Er lichtete gerne Mädchen aus der Gothic-Szene ab. Diesmal hat er eine junge Abiturientin aus Brandenburg in eindeutigen Posen fotographiert; sie starb dabei! Die Bild und viele andere Zeitungen haben über die Geschichte des Foto-Models berichtet.
Ausgehend von diesem Artikel recherchierte unsere Gruppe im Internet. Der Fall wurde vom Dozenten nicht bewußt ausgewählt – er war frisch oder klang kurios. Innerhalb von 45 Minuten haben wir den vollen Namen des Fotographen herausgefunden. Aber nicht nur das. Wir wußten noch viel mehr. Wir kannten seinen Beruf, seine private Handynummer, seine Webseite, seine Wohnung in einem Plattenbau, seinen besten Weg zur Arbeit, seine Religion, seine Webprofile, E-Mail-Adressen und viele Aufenthaltsorte in Deutschland. Innerhalb von nicht mal einer Stunde haben wir viel über ein vermeintliches Doppelleben erfahren. Auf der einen Seite fanden wir einen seriösen Wissenschaftler, der in einem Museum arbeitet. Auf der anderen Seite einen Hobby-Fotographen, der in seiner Freizeit die Gothic-Szene liebt und vermutlich jetzt die schlimmste Woche seines Lebens erlebt hat.
Wie unheimlich! Als Journalist will ich mich über die Möglichkeiten des Internets nicht beschweren; im Gegenteil. Aber die willkürliche Auswahl des Beispiels, mit dem wir gearbeitet haben, zeigt: Viele ahnen gar nicht, wie leicht ihre Daten im Internet zu recherchieren sind, auch wenn sie mit verdeckten Namen arbeiten.
Interne Werbung: Twiturl.de ist da – ein Werkzeug für Kurz-URLs von Malte und mir.
Liebe Blog-Leser, die ihr euch in den letzten Monaten abgemüht habt, in die gehypte Weblog-Welt einzutauchen. Die ihr euch hart interessante Linklisten von erfrischenden Weblogs erstellt habt, die ihr nun Tag für Tag besucht, um die inspirierende Umgebung der bejubelten Blogosphäre in euch aufsaugt und ab und an zaghaft Kommentare schreibt, um einfach dabei zu sein: Die Party findet inzwischen woanders statt. Die Wahrheit ist hart. Sie heißt Twitter.
Da hat sich ein ärgerlicher Fehler in WordPress 2.5 eingeschlichen: Fatal error: Call to undefined function ctype_digit() in /path/to/wordpress/wp-includes/link_template.php on line 182
Dieser Fehler tritt auf, wenn ihr ein Bild via WordPress 2.5 von eurer Festplatte auf euren Speicherplatz ladet. Sowohl in der englischen, als auch in der deutschen Variante tritt der Fehler auf. Es gibt aber eine simple Abhilfe:
1. Verbindet euch per FTP mit eurem Server
2. Öffnet im Ordner wp-includes die Datei link-template.php
3. Sucht nach Zeile 182. (Sieht so aus: if ( ctype_digit($object->post_name) || false !== strpos(get_option('permalink_structure'), '%category%') )
4. Ersetzt das Wort ctype_digit durch is_numeric
5. Speichern & Hochladen – Fertig.
Damit ist der Fehler behoben und ihr könnte neue Bilder hochladen.
Wenn ich in dieser Woche in irgendeiner Zeitschrift eine Spalte über das Web texten müsste, würde ich über Twitter schreiben. Wo doch jetzt alle twittern und wo doch sogar Eitelkeiten ausgetauscht werden. Darüber würde meine Kolumne handeln, jawoll.