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Es ist mein letzter Eintrag zum diesjährigen Grimme Online Award, versprochen! Aber das Video von Frau Schnutinger muß ich einbauen; so schön können Nachberichte sein! In unter vier Minuten hat sie die gemütliche Stimmung des Abends rübergebracht. Applaus, Frau Schnutinger!

(Schon am Nachmittag der Veranstaltung gab es viel Spaß.)

Update: Lukas hat auch ein sehr schönes Video online gestellt, und eine Analyse der Veranstaltung – mit dem schönen Fazit: “Bei Events wie dem Grimme Online Award besteht wenigstens noch die theoretische Chance zum Austausch zwischen alter und neuer Welt.”

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(15:04 Uhr) Die Gewinner des Grimme-Online-Awards sollen heute Abend in Köln bekannt gegeben werden. Ich nenne die schon jetzt.

Es gibt sieben Preise.

Bitter. Oder? Und wer hat es verraten? Kress. Mehr dazu später.

Kress veröffentlicht Grimme Online Award Gewinner vorabUpdate 15:21 Uhr: Was war denn hier passiert: Vor wenigen Minuten hat mir Jochen Voß von DWDL im Pressezentrum auf die Schulter getippt: “Du mußt jetzt stark sein – geh’ mal auf kress.de!” Meinen Finger habe ich auf die Entertaste gelegt und für einen Moment erstarrte ich. “Nun drück schon”, riet mir Jochen. Zum Glück saß ich, denn auf der Kress-Startseite erstrahlte die Meldung über die Gewinner des Grimme-Online-Awards. Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Gewinner vorher bekannt waren. Aber wie konnte das diesmal passieren? Lukas von coffeeandtv.de kam gerade um die Ecke, der eigentlich die Geschichte in der Pipeline hatte, dass Monika Piel auf dem Panel von einer eigenen Seite sprach, die in diesen Tagen einen Preis bekommt. In diesen Minuten hat er auch über diesen Kress-Fauxpas geschrieben. Während wir beide noch immer mit offenen Mündern über diesen dummen Fehler staunten, haben die Kollegen von DWDL erfahren: Kress hat eine Sperrfrist in der entsprechenden Agenturmeldung übersehen. So einfach ist das. Sperrfristen und Online, das passt eh nicht zusammen, aber das wissen wir jetzt nicht zum ersten Mal. Ich glaube die Presse-Abteilung beim Grimme-Institut geht es gerade nicht besonders gut, wie ich nebenan vernehmen kann.

Update 15:29: Wie ich gerade von Lukas höre, hat bereits um 13:20 Uhr die Information Week die Sperrfrist übersehen, wie Google News verrät – mittlerweile ist die Seite allerdings wieder offline genommen worden.

Information Week Screenshot bei Google NewsUpdate 15:32: Das eigentliche Problem ist: Auf Nachfrage von coffeeandtv.de hat Hobnox zum Beispiel noch keine Infos vorab erhalten, ob es den Preis gibt oder nicht (Update 15:55 Hobnox wußte es doch schon, hatte aber eine Sperrfrist bis um 21:30 Uhr, wie dann doch gerade coffeeandtv.de ge’sms’t wurde). Wenn man den ziemlich deutlichen Äußerungen von Monika Piel auf dem Medienforum glauben darf, dann wußte der WDR bescheid. Das wirft kein gutes Licht auf die Preisauszeichnung.

Wir können das ganz entspannt sehen. Bei der Bekanntgabe der Gewinner am Abend können wir dann schön schon die Gewinner ausrufen, während die Nominierten in einer Kategorie präsentiert werden. Aber egal. Wenigstens bleiben die Getränke davon kalt.

Update 15:45 Wer heute Abend vor dem Rechner sitzt, mag doch einfach diese Twitter-Feeds verfolgen – da gibt es bestimmt viele nette Geschichten direkt live von der Preisverleihung: ###### und meiner auch #

Update: 16:08 Inzwischen hat das Grimme-Institut ein Statement auf seine Homepage gesetzt:

Unter Missachtung des Sperrfristvermerks von 21.30 Uhr hat der Informationsdienst “InformationWeek” am Tag der Preisverleihung bereits um 13.30 Uhr die diesjährigen Preisträger des Grimme Online Award gemeldet. Diese Nachricht wurde kurze Zeit später vom Mediendienst “kress.de” verbreitet. Eine Erklärung des zuständigen Redakteurs von “InformationWeek” steht noch aus.Wir bitten alle Pressevertreter, aus Fairnessgründen die vereinbarte Sperrfrist einzuhalten.

Ich sage es niemanden weiter, versprochen.

Update 16:50 Köstlich, was der WDR auf seiner Internetseite schreibt (von Knüwi entdeckt):

“Spätestens wenn am Mittwochabend der letzte Gast in der Kölner Vulkanhalle Platz genommen hat und sich ein heller Spot auf das Moderatorenpult richtet, dürften die Macher der nominierten Webseiten kribbelig werden. Wer wird am Ende den Grimme Online Award mit nach Hause nehmen?”

Nicht nur die Macher der Webseiten wird es an diesem Nachmittag kribbelig.

Nehmen wir es sportlich: Es ist wirklich nicht schlimm, dass der Preis vorher bekannt war. Vielleicht waren die Nominierten, die nicht gewonnen haben, dann etwas enttäuscht. Wenigstens haben wir jetzt mal die Information Week kennengelernt. Hat doch auch etwas Gutes.

Update nächster Morgen

Katrin Bauerfeind moderierte die Veranstaltung (das hatte ich ganz vergessen) und die Preisverleihung ist anständig über die Bühne gegangen. Auf der Heimfahrt dachte ich noch: Ganz schön aufwendig, so eine Preisverleihungsorga. Was bleibt? Da bestimmt alle Welt jetzt in diesen Tagen über die Gewinner des Awards schreibt, möchte ich noch mal den Fokus auf die anderen Nominierten legen. Ihr seid auch toll:

Update nächstes Wochenende

Es gibt ein Video von der Preisverleihung. Frau Schnutinger hat drei Minuten und neunundfünfzig Sekunden geschnitten.

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Die ZDF Mediathek ist in der Kategorie “Spezial” des Grimme-Online-Awards nominiert.

Die Mediathek des Zweiten Deutschen Fernsehens sei die Messlatte für Multimediabibliotheken im Internet, hat die Nominierungskommission bei der Präsentation der Nominierungen gesagt. Ich habe hinterher noch mal nachgefragt, wo denn noch Platz nach oben ist. Ich finde die ZDF Mediathek im Rahmen ihrer Möglichkeiten schon ziemlich gut. Eine zufriedenstellende Antwort habe ich nicht bekommen. Allerdings berichten ab und zu Nutzer, dass sie zu Beginn große Schwierigkeiten hatten, sich in das Prinzip der Mediathek einzuarbeiten. Und heißt diese Aussage, dass die WDR-Mediathek besser ist – wo die WDR-Mediathek doch nachträglich den Nominierungen hinzugefügt worden ist? Das denke ich nämlich nicht.

Ich rechne aber fest damit, dass eine Mediatheka beim Grimme-Online-Award ausgezeichnet werden wird; aber am Abend vor der Ministerpräsidentenentscheidung über den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag (zentrale Frage: Was dürfen ARD und ZDF im Internet) wäre das ein ordentliches politisches Signal.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt von Sandra Schadek vor.)

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Sandra Schadek ist mit ihrer Webseite in der Kategorie “Spezial” beim Grimme-Online-Award 2008 nominiert.

Mein Name ist Sandra Schadek, ich bin 36 Jahre alt und lebe in Wolfsburg. Im April 2000 erhielt ich die Diagnose Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Sie war ein großer Schock für mich und meinen damaligen Freund. Unsere gesamte Zukunftsplanung, meine Träume und Wünsche brachen einfach in sich zusammen. Noch im selben Jahr musste ich sowohl mein Studium der Wirtschaftswissenschaften, als auch meinen Nebenjob als Aerobictrainerin aufgeben. Ich konnte mir am Anfang nicht vorstellen, dass ich wirklich eine so schwere, unheilbare und tödliche Krankheit haben sollte.

Mit diesen Worten beginnt ihre Webseite. Aus der Sicht einer Betroffenen informiert sie über diese seltene Krankheit. Sandra sammelt sehr viele Informationen über ALS, dokumentiert aber auch den Verlauf Ihrer Krankheit. Sie sammelt Statements und Ansichten von anderen Betroffenen und deren Angehörigen und Freunde. Die Webseite bietet keine besonderen Features oder hippen Elemente, mit denen Webseiten sich so schmücken. Hier wirkt das Wort und die Intensität, in der Sandra die Inhalte aufbereitet.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “Hobnox” vor.)

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Hobnox ist für den Grimme-Online-Award nominiert, der am Abend in Köln verliehen wird. Das in der neuen Kategorie “Spezial”.

Bei Hobnox laß ich es mir nicht nehmen in Superlativen zu schreiben. Denn seit meinem ersten Kontakt mit diesem Projekt auf der Re-Publica in Berlin, bin ich wirklich oft immer mit offenem Mund über diese Webseite gesurft: Die ist das innovatiste Projekt, was in den letzten Monaten im deutschen Internet gestartet ist! Die Macher (Alexander Gorny, Yousef Hammoudah und Andreas Jacobi) gehen auch nicht ganz unbescheiden mit ihrer Idee um. Es soll schon so eine kleine Kulturrevolution durch den Umgang mit bewegten Inhalten im Netz geben. Revolution ist ein großes Wort. Dafür steckt dickes Geld in dem Projekt (getragen von der Hobnox AG) und das ganze Projektdesign stammt von Prof. Oliver Wrede. Herausgekommen ist die schickste, funktionalste, animierteste und technischperfektionierteste Webseite die es gerade so gibt.

Aber was steckt dahinter? Ich bezeichne Hobnox gerne als Arte für die YouTube-Generation. Es geht aber nicht nur darum, einfach Clips hochzuladen. Das ganze ist hochwertiger gedacht. Dem Nutzer und Produzenten werden hochwertige Produktionswerkzeuge an die Hand gegeben (Noxtools) und eine Redaktion stellt die Webseiten dann zusammen. Hobnox ist ganz frisch aus der Betaphase herausgetreten. Jetzt bin ich gespannt, wann Hobnox auch im Lebensalltag seiner Nutzer ankommt

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “Undertube” vor.)

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Undertube ist bei Grimme-Online nominiert und kann so den Preis in der Katgeorie “Kultur und Unterhaltung” abstauben.

Die Idee ist witzig: Teams in Berlin, München und Köln machen Webvideos mit Interviews mit Bands aus der lokalen Musikszene; aber ausschließlich in der U-Bahn. So kommt “tube” sowohl im YouTube-Sinne, als auch im U-Bahn-Sinne zu tragen. Das ganze ist ein privates Projekt, welches einfach von musikbegeisterten jungen Menschen gemacht wird. Vor wenigen Wochen hatte ich mir das Projekt schon einmal angesehen und fand es wirklich spannend; allerdings weiß ich nicht, ob das geniale Setting oder die super Grundidee reicht um ein schönes Webformat anzubieten. Es muß dann auch noch langfristig die Umsetzung der Themen überzeugen. Zwar sind die mit Interviews, Konzertberichten, Plattentipps und Konzerthinweisen recht voll gepackt, aber die Präsentation hat teilweise dann doch noch Bürgerfunkcharme.

Dafür steckt kein Förderprogramm oder keine Medienkompetenzarbeit dahinter, hier wird selbstständig aus Spaß an der Freude daran gearbeitet. Ich drücke die Daumen für den Preis.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “Roots & Routes TV” vor.)

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Roots & Routes TV ist für den Grimme-Online-Award 2008 nominiert, und zwar in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung.”

Vielfalt tut gut, dies gleichnamige Förderprogramm des Bundes kannte ich noch gar nicht, unterstützt dieses Web-TV-Portal. Der Titel ist hier tatsächlich Programm: Jugendlicher mit unterschiedlicher Herkunft (roots) arbeiten mit vielen anderen europäischen Städten (routes) zusammen. Die Ergebnisse gibt es dann bei Roots & Routes TV zu sehen. Musik spielt einen wesentlichen Faktor bei den Programmen – umrahmt von Kultur und viel Multikulti.

Meine Stadt, meine Kultur, mein Videoportal – die Idee hat den Charme von einem Jugendklub irgendwo in einem südlichen Stadtteil einer pulsierenden Metropole. Was ich aber aufjeden Fall denke: Das ist Medienarbeit, die auch tatsächlich bei den Jugendlichen ankommt. Ich bin schon oft auf sogenannte Medienkompetenzprojekte gestoßen, bei denen ich mich anschließend gefragt habe: Und wer nutzt das jetzt?

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “Literaturport vor.)

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Literaturport ist in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” beim diesjährigen Grimme-Online-Award nominiert worden. Hierbei handelt es sich um eine Literaturwebseite für Berlin und Brandenburg. Hinter dem Angebot steht das Brandenburgerische Literaturbüro und das Literarische Colloquium Berlin. Ich finde, dieses Projekt gehört zu den charmantesten Nominierungen in diesem Jahr.

Im Wust der neuen Publikationen die auf den Wühltischen der Poertgen und Herders dieser Republik landen, sind lokale Bücher besonders reizvoll: In Münster wird zum Wilsberg-Krimi gegriffen, in Düsseldorf beschäftigt man sich mit Büchern von Horst Eckert – jedem Ortschild sein eigener Pulitzerpreisträger. Den Literaturport verstehe ich als ruhigen Hafen für regionale Literatur. Hier wird der Fokus auf Geschichten aus Berlin und Brandburg gelegt, Autoren können sich portraitieren (lassen) und auch gemeinsame Literatouren werden beschrieben. Das ganze wird dem Leser in einem technischen sehr ansprechenden Rahmen angeboten. Jetzt ist diese Webseite schon sehr speziell, aber vielleicht tut auch dies in Kombination mit der Aufgeregtheit der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” gut. Und wenn es nur wegen der Aufmerksamkeit durch die Nominierung gewesen ist.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “Intro.de” vor.)

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Intro.de ist die Webseite der Zeitschrift Intro und ist nominiert für den Grimme-Online-Award in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung”.

Ursprünglich ist intro.de gar nicht nominiert gewesen, aber die Jury hat sich entschieden dieses Projekt noch in den Reigen der diesjährigen besten Webseiten aufzunehmen. Die Begründung liest sich so:

“Intro.de” (nachnominiert in der Kategorie Kultur und Unterhaltung) würdigten sie als zielgruppengerechtes Angebot, das in allen Bereichen zum Mitmachen einlade: ein Forum, Newsfeatures, Newsticker, Redaktionsblog, ein Archiv fundierter Musikrezensionen, Interviews, Audios, Videos, Veranstaltungshinweise und Kulturtipps machten die Website zum Musikmagazin „Intro“ zu einem preiswürdigen Angebot.

Ich sitze ein wenig hilflos vor dieser Begründung. Ist die Seite so gut weil es alles gibt, was es alles gibt? Ist hier Quantität die Qualität? Oder ist es eine Auszeichnung, weil es trotz Quantität auch Qualität gibt? Zugegeben: Intro.de ist sehr hip. Es gibt alles, was eine hippe Webseite zur Zeit braucht. Das ist alles sehr schön, aber der Funke Originalität will nicht auf mich überspringen.

Sehr schön finde ich das Angebot “Neu hier” und “Topklicks”; das bietet mir Orientierung bei meinem ersten Besuch. Allerdings muß ich dann doch zugeben: Der “Neu hier”-Text bringt mich nicht wesentlich weiter.
Der Text ähnelt irgendwie der Beschreibung der Jury, warum dieses Projekt nachnominiert worden ist.

Ich befinde mich hier in einem Dilemma. Mir fehlt die Originalität für eine Nominierung; aber soll ich Intro.de vorwerfen, einfach “nur” eine hippe Webseite zu haben, die sich bewußt von anderen Zeitschriftenwebseiten unterscheidet?

Vielleicht hätte ich da Mäuschen bei der Jury-Diskussion spielen müssen, um eine Antwort zu finden.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “FAZ Lesesaal” vor.)

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Der FAZ Lesesaal ist nominiert beim Grimme-Online-Award in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung”.

Eigentlich hieß der Lesesaal vor kurzem noch Reading Room, aber für die Leser der FAZ war das wohl zu viel Englisch für ein urdeutsches Zeitungskonzept, welches multimedial umgesetzt worden ist. Diesem Projekt sollten wir uns von zwei Seiten nähern. Einmal soll der Lesesaal ein Ort sein, an dem über Literatur diskutiert wird. Debatten aus dem Feuilleton werden hier weitergeführt; von anderen Experten, aber auch von Lesern. Auf der anderen Seite wird hier das Konzept des Fortsetzungsromans in das Internet übertragen. “Wir schon früher”, wird ganz konkret über einen Roman gesprochen und diskutiert.

Jonathan Littells Buch “Die Wohlgesinnten” wird Stück für Stück von der FAZ im Lesesaal veröffentlicht. Aber nicht nur als Text, sondern auch in Audio- und Videoform! Historiker und Feuielletonisten melden sich zu Wort und fordern die Leser heraus mitzudiskutieren. Die FAZ-Redaktion rund um Hubert Spieß ergänzt viele Hintergrundinformationen zu Littells Buch um der Lesesaal-Atmosphäre noch einige Werkzeuge an die Hand zu geben.

“Versuchen Sie es doch mal, noch einen neuen zu finden”, schmunzelte Hubert Spieß, als Jörg Schieb bei der Bekanntgabe der Nominierung ihn nach Wortwitzen zu dem Namen des FAZ-Manns befragte. Alle lachten und Spieß nutzte die Gelegenheit um zu berichten, wie viel Zuspruch der Reading Room durch die Leser direkt erhalten hat. Damit habe man nicht gerechnet; aber auch nicht an die anhaltenden Leserproteste zu dem Namen. Das Konzept sei toll, der Name nicht. Deswegen heißt das Projekt nun Lesesaal. Die Chancen auf einen Grimme Online Award wird der neue Name nicht verschlechtern.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “Zeitzeugengeschichte” vor.)

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Zeitzeugengeschichte bezeichnet sich als Webportal für Zeitzeugeninterviews und ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” beim diesjährigen Grimme-Online-Award nominiert.

Betrieben wird die Webseite von dem Berliner Verein Metaversa. Birgit Marzinka berichtete bei der Präsentation der Nominierten, wie aktiv die Jugendlichen sind, die an diesem Projekt mitwirken. Die Zeitzeugengespräche werden -unter professioneller Anleitung- von Jugendlichen geführt und ihre Aufgabe ist es persönliche Erfahrungen der Interviewpartner in der NS-Vergangenheit zu dokumentieren. Ich glaube, das ist ein wichtiges Projekt und möchte gerne auch Marzinkas Hinweis aufnehmen, dass das Projekt von Spenden lebt und auch auf diese hingewiesen wird. Spannend finde ich den Ort des Geschehens: Berlin. Das ist nunmal einer der geschichtsträchtigsten Orte in Deutschland; hier passt das Projekt wirklich hin. Außerdem: Statt einiger halbsaidener Medienkompetenzprojekte finde ich Angebote wie diese wirklich nützlich. Medienarbeit mit Geschichte (sehr persönlicher dazu) zu verbinden; das ist spannend!

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “weltreligionen” vor.)

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Weltreligionen ist ein Angebot des WDR, das für den Grimme-Online-Award 2008 in der Kategorie “Wissen und Bildung” nominiert ist.

Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus stehen hier im Fokus. Der WDR bündelt alle religiösen Themen, die sich aus den eigenen Radio- und Fernsehprogrammen ergeben und bereitet die an diesem Themenportal auf. Hier wurde bei der Vorstellung der Nominierten auch eine Nebendiskussion entfacht: Dürfen ARD & ZDF solche Themenportale anbieten? Im Juni soll im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag entschieden werden, wie weit die Online-Aktivitäten der Öffentlichen-Rechtlichen schreiten dürfen. Viele private Anbieter fordern eine kräftige Eindämmung; viele Gebührenzahler fordern die Inhalte auch komplett im Netz; schließlich haben Sie dafür bezahlt. So einfach ist das natürlich alles nicht; es wird heftig diskutiert und bei Was mit Medien haben wir hier und hier schon uns eingehend mit der aktuellen Debatte beschäftigt.

Die Macher sagen: Kommt es zu einer Verschärfung der Auflagen, werde zwar dann einer Auflage der EU nachgekommen; Angebote wie Weltreligionen seien dann aber nicht mehr in dieser Form möglich. Viele Filme oder Beiträge müssten dann nach einer Woche aus dem Netz verbannt werden. Für die Redaktion von Weltreligionen ist das nicht verständlich: Diese Beiträge liefern Hintergrundwissen; die Halbwertszeit sei viel länger

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “neuneinhalb” vor.)

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Neuneinhalb ist die Webseite zur gleichnamigen Kindernachrichtensendung in der ARD und ist in der Kategorie “Wissen und Bildung” beim Grimme-Online-Award nominiert.

Wenig Kinderseiten hätten sich unter den eingereichten Vorschlägen befunden, kritisierte die Nominierungskommission. Für diesen Umstand sind dann aber doch so einige nominiert worden; das ist jetzt die dritte Kinderseite, die ich vorstelle. Die Seite zur Sendung finde ich nett. Sie ist nicht aufregend gestaltet (wie das WDR-Angebot insgesamt), die kleinen Besucher können sich leicht zurecht finden und die Inhalte, die man so von einer Nachrichtenseite für Kinder erwartet, die gibt es dann auch.

Drei Sachen finde ich aber so richtig gut. Ich mag die haptische Gestaltung. Ich mag den sinnvollen Einsatz von Flash für die Anmiationen und die Moderatorin Gesa, die auf den Unterseiten über den Inhalten wacht und notfalls etwas zu dieser Seite erklärt. Und ich mag, wie den Kindern Medien näher gebracht werden. Mit der Maus kann der Besucher die Moderatorin im digitalen Studio in andere Welten versetzen und so wird erklärt, wie die Bluebox funktioniert. In der Nachrichtenschule werden Nachrichten erklärt und die Kinder können sich auch selbst als Reporter versuchen.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “kinderreiseführer” vor.)

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Der Kinderreiseführer gehört zum SWR Kindernetz und ist in der Kategorie Wissen und Bildung beim diesjährigen Grimme-Online-Award nominiert.

Kinder aus der Region sind eingeladen ihre Reiseberichte hochzuladen. Dabei wird die Gruppenarbeit angeregt; alles läuft unter dem Motto: Zu Haus’ in Deutschland ist es auch schön. Als Düsseldorfer habe ich den Selbstest gemacht. Ich habe auf die Karte geklickt und bin dann in NRW gelandet. Nur: Hinter Düsseldorf verbirgt sich kein Reisebericht. Es gibt zwei Einträge in der Nähe. Kaarst und Neuss (narf!). In Kaarst kenne ich nur den Ikea. Eine Schulklasse erklärt mit aber Kaarst “und hält viele Tipps bereit”. Sie empfehlen mir den Stadtpark (danke!) und den Kaarster See. Ich klicke zu Neuss weiter. Die Schülerzeitungsredaktion der Friedrich-von-Bodelschwingh Grundschule beschreibt mir das Rheinische Landestheater und das Clemens Sels Museum. Aber auch die Eissporthalle und das Südbad. In netten Texten, die mit vielen Bildern bestückt sind, werden mir die Ausflugsziele nähe gebracht – am Ende der Seite gibt es die obligatorische Faktenbox.

Die Inhalte der Kinder werden durch die Kindernetz-Redaktion aufbereitet und Schülergruppen oder andere interessierte Kinder erhalten auch Hilfe, wenn Sie etwas in den Kinderreiseführer eintragen wollen. Ich bin mir nicht so sicher, ob der Kinderreiseführer tatsächlich zur Entscheidungshilfe für einen Ausflug taugt; auf jeden Fall ist das mal ein sinnvolles Projekt zur (achtung schreckliches Wort) Medienkompetenzförderung und zum zu Hause erzählen (Oma, ich bin im Internet!).

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “kids-hotline” vor.)

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Die kids-hotline ist beim Grimme-Online-Award in der Kategorie “Wissen und Bildung” nominiert. Bei dieser Webseite gibt es keine teure Telefonnummer, die die Kinder anrufen sollen. Hier geht es um Beratung für Jugendliche unter 21 Jahre. Dahinter steckt kein Konzern, sondern ein Münchener Verein, der sich diese Online-Beratungsstelle auf die Fahnen geschrieben hat.

Die Webseite ist furchtbar unaufregend. Ich erfahre, dass es eine Forenberatung gibt, eine Chatberatung, aber auch eine Einzelberatung. Erst bei den Erzählungen von Annette Cieslinski habe ich gemerkt, wie interessant diese Webseite ist: Um die 60 ehrenamtliche Berater setzen sich mit den kleinen aber auch mit den komplexen Fragen der Kids auseinander. Die Berater haben sich auf eigene Themengebiete spezialisiert und engagieren sich hier neben ihrem richtigen Beruf. Es gibt auch erfahrenere Jugendliche an Board des Forums, die ihren Altersgenossen helfen und mit den “großen” Beratern vermitteln. Ein sehr zeitgemäßes Projekt!

Ich glaube Annette Cieslinksi würde sich auch freuen, wenn dieses Projekt etwas mehr finanzielle Unterstützung erfahren würde. Wer sich bei einem guten Projekt im Internet engagieren möchte, sollte die kids-hotline genauer prüfen.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “einestages” vor.)

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