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September 2009

Ich bin in der kommenden Woche beim JugendMedienEvent 2009 und bin auf ein spannendes Podium eingeladen:

Auftakt „Was für Medien brauchen wir eigentlich?“ Heute schon die Zeitung aufgeschlagen? Gebloggt? Getwittert? Was früher noch ganz normal zu einem gemütlichen Frühstück ge hörte, sieht heute schon ganz anders aus: Die Zeitung ist bei Spiegel Online viel aktu eller, die Nachrichten sind in der ZDF-Media thek immer abrufbar und das Radiopro gramm kommt längst über die DSL-Leitung. Aber werden dann die klassischen Medien eigentlich noch gebraucht? Dies diskutierst du mit den Gästen der Auftaktdiskussion.

Gäste:

  • Kurt Beck, Ministerpräsident Rheinland-Pfalz
  • Prof. Markus Schächter, ZDF-Intendant
  • Hans Georg Schnücker, Hans Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Rhein Main
  • Jan Böhmermann, Hörfunkmoderator und Satiriker
  • Daniel Fiene, Hörfunkmoderator und Blogger

Infos gibt es hier und hier.

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Es ist ganz einfach ein A-(lphabet)-Blogger zu werden. Vor 20 Monaten habe ich dieses Alphabet schon einmal veröffentlicht. Da ist es doch Zeit eine neue Version in das Internet reinzuschreiben.

A – http://www.antenneduesseldorf.de/web/index.php
Da freut sich mein Chef

B – http://blog.franziskript.de/
Von Franziska. Ein Blog aus der Nachbarschaft

C – http://www.coffeeandtv.de/
Von Lukas. Immer wieder gerne gelesen

D – http://www.dwdl.de/content/home/
Von Thomas, Jochen & Co. Die lieben Kollegen

E – http://www.electricgecko.de/
Vom Malte. Immer schick. Nicht nur am Sonntag.

F – http://www.facebook.com/home.php
Vor 20 Monaten erschien hier noch mein Tumblerblog.

G – http://www.google.de/
Klassiker

H – http://hootsuite.com/dashboard
Ertappt. Ein toller Twitter-Client, den ich gerade ausprobiere.

I – http://www.icerocket.com/
Wichtige Blogsuchmaschine

J – http://www.axel-springer-akademie.de/blog/
Da blogge ich alle sechs Wochen

K – http://kixka.wordpress.com/
Von Kixka. Ein Blog aus Hamburg.

L – http://local.google.de/
Denn ich bin sehr neugierig

M – http://www.mywebwork.de/fiene.tv/mint/
Meine Statistiken (mit Passwortschutz, Ätsch!)

N – http://www.stefan-niggemeier.de/blog/
Von Stefan. Blog über Medien

O – http://www.spiegel.de/
Leitmedium, oder?

P – http://www.popkulturjunkie.de/wp/
Von Jens. Blog aus der Nachbarschaft

Q – http://search.twitter.com/search?q=fiene
Irgendwo zwischen peinlich und ziemlich vanity.

R – http://rivva.de/
Toll!!

S – http://www.stefan-niggemeier.de/blog/
“Der Niggemeier ist auch überall”, würde Pähler jetzt sagen.

T – http://www.turi2.de/
Nützlich!

U – http://www.uni-muenster.de/de/index.html
Meine Uni!

V – http://vgwort.de/
Die Gema der Journalisten

W – http://www.stefan-niggemeier.de/blog/
Kein Kommentar!

X – http://www.xing.com/
Gibt immer noch Leute, die das “Crossing” aussprechen und nicht “Ksing”, by the way.

Y – http://www.youtube.com/
Ach guck mal an

Z – http://www.zdf.de
Finde ich gut!

Und ihr so?

(Kurzanleitung: Einfach in die Adresszeile des Browsers den Buchstaben eintippen und dann den ersten Vorschlag als Link nehmen – schummeln ist verboten! Der Browser schlägt besonders häufig besuchte Webseiten vor, die zu dem Buchstaben passen)

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Ein erstes Foto von gestern Abend für mein Fotoalbum.
(Von Ronny Hendrichs, vielen herzlichen Dank!)

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Heute um 22:00 Uhr gibt es was tolles bei Antenne Düsseldorf (mein Arbeitgeber). Wir übertragen ein Razorlight-Konzert als Live-Video-Web-Stream! Das ist eine Premiere für unseren Sender, dass es sowas im Web gibt. Ich empfehle euch ab 22:00 Uhr den Klick auf diesen Link und ihr landet direkt in der virtuellen Konzertumgebung – derweil Fakten und viel buntes rund um Razorlight.

***

Ich bitte um freundliche Beachtung: Seit heute ist  die erste reguläre “Was mit Medien“-Episode nach der Sommerpause erschienen. Die Themen:
1.) 24 Berlin: Die Nachlese! Macher Volker Heise berichtet.
2.) Peinlich: DPA fällt auf das Web rein.
3.) Nachbericht: Die 49. Internationale Funkausstellung in Berlin.
4.) Damit ihr mitdiskutieren könnt: Herr Pähler liest das Internet-Manifest vor.
5.) Zurück im Ersten: Wie Harald Schmidt die Late-Night-Gattung fördern will. Das Erste-Programmdirektor Volker Herres erklärt warum.
6.) Retter des Eurovision Song Contest: Stefan Raab berichtet über “Unser Star in Oslo” und seiner ungewöhnlichen Kooperation mit der ARD. NDR-Intendant Lutz Marmor schildert den Deal aus seiner Sicht.
Die Episode gibt es hier.

***

Harald Schmidt kehrt heute um 22:47 Uhr im Ersten mit seiner Sendung zurück. Ohne Pocher. Dafür gibt es wieder Humor. Sie erinnern sich vielleicht an die Pressekonferenz, die kürzlich hier im Blog Thema war.

***

Noch zwei Mal schlafen, dann ist meine Lesung im Starbucks im Düsseldorfer Medienhafen. Kommt ihr auch? Um 22 Uhr?

***

Am Dienstag bin ich beim Radio Day in Köln. Ihr auch? Sagt doch gerne “Hallo” – freue mich über jeden Kaffee! Ich muß mein Dopplr-Reiseprofil noch anpassen.

***

Noch ein Hörtipp: Am Montag war Jochen Mai von der Karrierebibel bei Franziska und mir in der Sendung mit dem Internet. Jochen hat absolut interessante Sachen über Karriere im Netz erzählt – das könnt ihr noch mal im Podcast nachhören.

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Meine liebe Kollegin Eleni Klotsikas hat in den letzten Wochen an einem spannenden Feature für WDR 5 gearbeitet, das ich euch hiermit empfehlen möchte. “MyBundeskanzler.de – Das Internet als Wahlkampfmaschine” heißt die Sendung, die am kommenden Samstag zwischen 11:05 und 12:00 Uhr bei WDR 5 läuft.

Inspiriert durch Barack Obama und seiner erfolgreichen Kampagnenseite mybarackobama.com versuchen alle Parteien darüber hinaus auf eigenen Internetseiten eine Art „Mitmachwahlkampf“ ins Leben zu rufen. User sollen im Netz Plakate buchen, Geld spenden oder allgemein zu Botschaftern der Kampagnen werden. Aber sind es wirklich Merkel und Co, die im Internet twittern, gruscheln und laut zum Wahlkampf aufrufen? Das Feature zeigt, wie sich der Bundestagswahlkampf in Zeiten des Web 2.0 gewandelt hat und wer die eigentlichen Strippenzieher der Kampagnen sind.

Das ist mein absoluter Hörtipp für das 11-Uhr-Frühstück am Samstagvormittag!

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Im Mai hatte ich meine erste Lesung und jetzt am Wochenende gibt es die Fortsetzung! Nach dem Moby-Dick-Abend gibt es am Samstagabend einen ganz spannenden Blick hinter die Kulissen von Starbucks:

Lesung mit Coffee Tasting

Michael Gates Gill
How Starbucks saved my Life

Am Samstag, den 19. September um 20:00 Uhr veranstalten wir eine Lesung mit anschließendem Coffee Tasting. Es geht um die wahre Geschichte des erfolgreichen Werbers Michael Gates Gill, der seinen Agenturjob verlor, in dem er voll und ganz aufging. Gates nahm dann einen Job als Starbucks-Barista an und lernte sein Leben von ganz neuen Seiten kennen.

Daniel Fiene von Antenne Düsseldorf wird uns ein paar aufschlussreiche und spannende Passagen vorlesen.

Danach gibt es ein Coffee Tasting mit einem passenden Kaffee aus dem Buch von einem unserer Coffee Master.

Wie immer ist der Eintritt zu unseren Veranstaltungen frei – Ihr seid herzlich willkommen!

Euer Team vom Grand Bateau

Ort:  Starbucks, Grand Bateau, Hammer Straße 17,  Düsseldorf.

Die Geschichte von Michael Gates Gill ist übrigens total spannend: In den besten Jahren seines Lebens hat er sich voll und ganz seinem hippen Agenturjob verschrieben und stand dann vor dem Nichts, als er wegen seines Alters und der allgemeinen Krise vor die Tür gesetzt wurde. Für ihn war es eine ganz schöne Herausforderung dann auf einmal den Leuten “Kaffee zu servieren”, mit denen er vorher Millionendeals abgeschlossen hat. Alles eine Frage der Einstellung, wie die Geschichte zeigt. Zwischendrin gibt es immer wieder einen Blick hinter die Kulissen von Starbucks – eine schöne Geschichte, von daher freue ich mich schon sehr auf die Lesung!

Ich würde mich sehr freuen, den einen oder anderen von euch am Samstagabend zu sehen :-)


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Die Sommerpause ist zu Ende! Unser kleiner Medienpodcast “Was mit Medien” ist zurück. Am Donnerstag gibt es die erste neue Ausgabe und wir haben euch ein kleines Geschenk aus der Pause mitgebracht. Wir haben die Töne aus der Harald Schmidt Pressekonferenz zu seiner neuen Show zusammengesetzt und die Konferenz nach gespielt. Das Bonusmaterial könnt ihr im jepblog bei der Axel-Springer-Akademie nachhören. Dort gibt es die neue Episode zum Hören und Laden. Viel Spaß!

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Für Leser mit kurzem Aufenthalt

Oslo ist das neue Moskau – und wenn es geht dann bitteschön für Deutschland mit einer besseren Platzierung als Platz 20 von 25! Stefan Raab soll es richten. Er, ProSieben und das Erste veranstalten deswegen gemeinsam den nationalen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2010 aus:

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Es wurde ja schon im Mai beim letzten Wettbewerb in Moskau gemunkelt. Dann gab es von Raab die Absage und in dieser Woche ist in Köln dann aber doch die Zusammenarbeit bekannt gegeben worden. Mein Eindruck: Raab ist tatsächlich Feuer und Flamme für Deutschland das Beste rauszuholen. “Mir geht es um die Emotionalisierung des Publikums”, so Raab. Es mache mehr Spaß wenn das Publikum mit dem Herzen schauen kann. Die Leute sollen sich freuen und mitfiebern – das sei der Schlüssel für gute Unterhaltung, wie er mir auch im Interview sagte.

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Ab Februar gibt es deswegen das Casting “Unser Star für Oslo”, das zunächst bei ProSieben und während des Viertel- und des richtigen Finales im Ersten zu sehen ist. In der Tat: Das ist eine ungewöhnliche Zusammenarbeit zwischen Privatfernsehen und Öffentlich-Rechtlichen! NDR-Intendant Lutz Marmor sieht das so:

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Alle Details sind noch nicht geklärt – die erklärten Absichten machen aber Lust auf mehr Eurovision Song Contest.

Die

Für Leser mit einem ausgedehnten Aufenthalt
Fakten:

  • Titel der Show: “Unser Star für Oslo”.
  • 5 Vorrunden und das Halbfinale gibt es bei ProSieben. Das Viertel- und das richtige Finale im Ersten.
  • Die Sendungen werden im Februar und März 2010 ausgestrahlt.
  • Warum Stefan Raab? Die Antwort im eigenen Trailer: “Weil er es kann.”
  • Bewerber müssen mindestens 18 sein und können alle Musikrichtungen bedienen.
  • Bewerbungen können jetzt schon unter www.eurovision.de und www.tvtotal.prosieben.de abgegeben werden.
  • Stefan Raab wird Präsident einer Jury; die Zuschauer entscheiden über das Weiterkommen der Kandidaten.
  • Der Gewinner von “Unser Star für Oslo” wird Deutschland am 29. Mai 2010 beim Eurovision Song Contest in Oslo vertreten.

Töne:
Statement Raab) Moderatorin: “Und nun übergebe ich an den Retter des Euro Vision Song Contests – Stefan Raab!”

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01) Wer schreibt die Songs und was ist wichtiger: Der Sieg in Oslo oder die Vereinnahmung des Publikums – außerdem wurde gefragt, wie das denn mit den Irritationen im Mai zwischen der ARD und Stefan Raab war (kurz zur Erinnerung: Er sagte eine Zusammenarbeit zunächst ab).

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02) Sehen Sie keine Gefahr, dass die Casting-Shows wie eine Kopie von DSDS aussehen werden und warum werden die Sendungen nicht zeitgleich im Ersten und bei ProSieben ausgestrahlt?

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03) Welche Künstler wollen Sie konkret ansprechen? Sind es nur Nachwuchskünstler oder kann es auch passieren das Lena Valaitis auf der Matte steht?

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04) Raab nochmal zur Besonderheit der Kooperation.

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05) Ist das eine einmalige Geschichte oder ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

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06) Herr Raab, welche Platzierung nehmen Sie sich in Oslo vor und warum waren Sie beim Euro Vision Song Contest bisher immer so erfolgreich?

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07) Sie wollen unterhalten – wozu brauchen Sie einen Partner wie die ARD? (Diese Frage kam übrigens von einer Bild-Journalistin, die anscheinend nicht wußte, dass der NDR die Rechte am Eurovision Song Contest hat. Naja.)

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08) Was lässt Sie hoffen, dass die Qualität besser wird als in den letzten Jahren? Und: Suchen Sie eine musikalische Vielfalt oder geben Sie eine Richtung vor?

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09) Was meinen Sie mit der Emotionalisierung? Sollen Tränen fließen, oder wie hat das auszusehen?

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10) Wann startet denn die ersten Sendung und wie ist das mit Ihrem Honorar, Herr Raab. Werden Sie von der ARD bezahlt und wenn ja unter welchem Synonym? (Meine Lieblingsfrage, kam übrigens von Hans Hoff von der SZ)

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11) Raab über Details rund um die Künstler. Dürfen sie eigenes Material singen oder müssen sie covern?

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Meinen Bericht zu der Pressekonferenz gab es auch im Radio Eins Medienmagazin am Samstag zu hören (Podcast folgt) und in der kommenden “Was mit Medien” Ausgabe (Podcast folgt).

Leser, die wissen wollen, wie es weiter geht, können diesen RSS-Feed abonnieren.

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Radio Eins Mein Hörtipp für Berlin und Brandenburg sowie für WLAN-Radiobesitzer: Morgen, Samstag, 18:00 Uhr: Das Radio Eins Medienmagazin mit Jörg Wagner. Ich werde berichten, wie Raab (mit dem EuroVisionSongContest) und Harald Schmidt (mit seiner neuen Late-Night) die ARD retten wollen (nagut, zumindest im Ersten senden wollen) . Gibt es auch als Stream und später als Podcast.

Außerdem werden Herr Pähler und ich die erste Was mit Medien-Ausgabe nach der Sommerpause aufnehmen. Ihr könnt euch da also schon auf den neuen Podcast vorfreuen.

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Harald Schmidt in Köln bei der Vorstellung seiner neuen Show; Bild: WDR / Herby Sachs

Version für eilige Leser: Harald Schmidt hat das Internet verstanden. Und deswegen lehnt er als Kapitalist Twitter konsequent ab. Dem Druck ständig eine Kurznachricht veröffentlichen zu wollen, dem will er sich nicht beugen.

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Der Chef Zyniker ist also zurück! Hier ein Seitenhieb auf Meedia, DWDL & Co., da den Verlegern und Internet-Nichtverstehern Honig um’s Maul schmieren und dann seiner ARD einen Wunsch abschlagen: Das Programm zu verjüngen.

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Am kommenden Donnerstag geht es los (17. September; 22:47 Uhr) und eins stellt Schmidt klar: Er will wieder Late-Night machen und neben Oliver Pocher auch den Boulevard loswerden. Es geht ihm um Politik!

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Wer seine neue Show genießen will, muss wissen was der Job von Ronald Pofalla ist und was die Schaubühne am Halleschen Ufer groß machte. Auch die tägliche Zeitungslektüre sei empfohlen.

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Ich habe ein gutes Gefühl bei diesem Neuauftakt! Ich bin mir sicher. Das könnte diesmal was werden. Schließlich will Schmidt wieder mehr das machen, was ihn bei seinen besten SAT.1-Zeiten zum Pflichtprogramm werden ließ. “This is a show about the guy behind the desk”, zitiert Schmidt US-Late-Night-Legende Johnny Carson. Interessante Elemente können wir auch von seinem neuen Ensemble erwarten (u.A. mit Katrin Bauerfeind und Jan Böhmermann). Es darf wieder gebissen werden.

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Version für Leser mit mehr Zeit:

Die Fakten:

  • Heute fand in Köln die Pressekonferenz des Ersten zur Nachfolgesendung von Schmidt und Pocher statt.
  • Harald Schmidt – die neue Late-Night-Show
  • ab 17. September 2009
  • donnerstags um 22.45 Uhr im Ersten
  • Ein Stand Up, ein Schreibtisch, eine Live-Band mit einem Helmut Zerlett, ein Gast (bevorzugt aus Politik oder Kultur)
  • Mehr Politik, weniger Boulevard
  • Ensemble: Katrin Bauerfeind (bekannt von Ehrensenf), Caroline Korneli (bekannt von Radio Fritz, MTV), Jan Böhmermann (bekannt von 1LIVE), Pierre M. Krause (bekannt von DASDING.TV, SWR), Dr Peter Richter (bekannt von der FAZ), Dr. Udo Brömme (bekannt aus der Harald Schmidt Show).
  • Harald Schmidt und die ARD haben einen Vertrag über zwei Jahre abgeschloßen.

Fragen und Antworten aus der heutigen Pressekonferenz in Köln:
01.) Schmidt auf die Frage, ob er die an ihn gestellten Erwartungen erfüllen kann (er sei demütig und nett, aber ein strenger Chef) und was wir in seiner Show erwarten können und welche Voraussetzungen wir mitbringen müssen um die Sendung überhaupt zu verstehen.

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02.) Oliver Pocher startet bald seine eigene Late-Night. Spüren Sie seinen heißen Atem?

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03.) Dass Sie jetzt den Öffentlich-Rechtlichen-Auftrag in den Fokus Ihrer Arbeit stellen – ist das eine Form der Altersweisheit?

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04.) 2006 sprachen Sie davon, dass die Satirekrise in drei Jahren vorbei sei – ist sie das jetzt?

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05.) Welche Gäste kommen in die ersten Sendungen?

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06.) Seine Show kommt einmal die Woche – was passiert an den anderen Tagen auf der Internetseite der Show?

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07.) Stichwort Pocher. Nun geht es “Back to the Roots” – warum haben Sie solange für diese Entscheidung gebraucht und bleibt das TV-Studio?

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08.) Wie wird die Zusammenarbeit mit Ihrem neuen Ensemble aus?

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09.) Stichwort: Manuel Andrack.

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10.) Zum Thema: Late Night.

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11.) Gibt es alte Elemente wie Vater Theresa wieder?

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12.) Welcher Gast würde Sie besonders reizen?

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13.) Sind 45 Minuten nicht etwas wenig?

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14.) Sie wollen mehr Politik machen, starten aber doch erst nur kurz vor der Bundestagswahl – hätten Sie nicht eher beginnen müssen?

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15.) Bleibt der Bart dran?

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Meinen Bericht zu der Pressekonferenz könnt ihr auch am kommenden Samstag im Radio Eins Medienmagazin zwischen 18:00 und 19:00 Uhr hören.

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Nach dem Aus der Glühbirne machte ich mir in der vergangenen Woche hier im Blog ja Sorgen um das Helferlein von Daniel Düsentrieb! Was wird aus der Glühbirne seit dem die neuen EU-Regeln auch in Deutschland gelten? Ich habe jetzt Post aus Entenhausen erhalten. Hatte nebenbei noch beim Ehapa-Verlag recherchiert und heute eine E-Mail erhalten:

Hallo Daniel,

vielen Dank für Deine Mail. Ist ja super, dass Du Dir um Daniel Düsentriebs kleinen Gehilfen Sorgen machst. Natürlich hat Herr Düsentrieb längst einen Eintrag auf eine Sondergenehmigung gestellt und darf sein Glühbirne nun auch behalten.

Viele Grüße
Dein Micky Maus-Team

Wie beruhigend! Wobei – da hat der Kollege Horn schon recht, als ich ihm davon erzählte: Eigentlich müßte ich jetzt ja noch bei der EU nachfragen, ob Daniel Düsentrieb tatsächlich eine Sondergenehmigung eingereicht hat und diese auch genehmigt wurde.

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Ihr konntet es schon hier, hier, hier, hier, hier, hier und an zahlreichen anderen Stellen im Web lesen. Ich möchte es auch veröffentlichen: Das Internet-Manifest. 15 Onliner und Journalisten haben es eben veröffentlicht und möchten mit ihrem Dokument etwas bewegen. Thomas Knüwer hat ja bereits rund um seinem DJV-Austritt gesagt, dass etwas passieren muß. Ich will das Manifest erst einmal unkommentiert veröffentlichen – das wird sicherlich noch ein großes Thema in dieser Woche werden. Nehmt euch fünf Minuten Zeit und lest diese Punkte!

Internet-Manifest

Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.

1. Das Internet ist anders.

Es schafft andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln – das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.

2. Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.

Das Web ordnet das bestehende Mediensystem neu: Es überwindet dessen bisherige Begrenzungen und Oligopole. Veröffentlichung und Verbreitung medialer Inhalte sind nicht mehr mit hohen Investitionen verbunden. Das Selbstverständnis des Journalismus wird seiner Schlüssellochfunktion beraubt – zum Glück. Es bleibt nur die journalistische Qualität, die Journalismus von bloßer Veröffentlichung unterscheidet.

3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.

Für die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt gehören Angebote wie Social Networks, Wikipedia oder Youtube zum Alltag. Sie sind so selbstverständlich wie Telefon oder Fernsehen. Wenn Medienhäuser weiter existieren wollen, müssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu gehören die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuhören und Reagieren, auch bekannt als Dialog.

4. Die Freiheit des Internet ist unantastbar.

Die offene Architektur des Internet bildet das informationstechnische Grundgesetz einer digital kommunizierenden Gesellschaft und damit des Journalismus. Sie darf nicht zum Schutz der wirtschaftlichen oder politischen Einzelinteressen verändert werden, die sich oft hinter vermeintlichen Allgemeininteressen verbergen. Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gefährden den freien Austausch von Informationen und beschädigen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.

5. Das Internet ist der Sieg der Information.

Bisher ordneten, erzwungen durch die unzulängliche Technologie, Institutionen wie Medienhäuser, Forschungsstellen oder öffentliche Einrichtungen die Informationen der Welt. Nun richtet sich jeder Bürger seine individuellen Nachrichtenfilter ein, während Suchmaschinen Informationsmengen in nie gekanntem Umfang erschließen. Der einzelne Mensch kann sich so gut informieren wie nie zuvor.

6. Das Internet verändert verbessert den Journalismus.

Durch das Internet kann der Journalismus seine gesellschaftsbildenden Aufgaben auf neue Weise wahrnehmen. Dazu gehört die Darstellung der Information als sich ständig verändernder fortlaufender Prozess; der Verlust der Unveränderlichkeit des Gedruckten ist ein Gewinn. Wer in dieser neuen Informationswelt bestehen will, braucht neuen Idealismus, neue journalistische Ideen und Freude am Ausschöpfen der neuen Möglichkeiten.

7. Das Netz verlangt Vernetzung.

Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schließt sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch für die Online-Auftritte klassischer Medienhäuser.

8. Links lohnen, Zitate zieren.

Suchmaschinen und Aggregatoren fördern den Qualitätsjournalismus: Sie erhöhen langfristig die Auffindbarkeit von herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil der neuen, vernetzten Öffentlichkeit. Referenzen durch Verlinkungen und Zitate – auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers – ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt schützenswert.

9. Das Internet ist der neue Ort für den politischen Diskurs.

Demokratie lebt von Beteiligung und Informationsfreiheit. Die Überführung der politischen Diskussion von den traditionellen Medien ins Internet und die Erweiterung dieser Diskussion um die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit ist eine neue Aufgabe des Journalismus.

10. Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit.

Artikel 5 des Grundgesetzes konstituiert kein Schutzrecht für Berufsstände oder technisch tradierte Geschäftsmodelle. Das Internet hebt die technologischen Grenzen zwischen Amateur und Profi auf. Deshalb muss das Privileg der Pressefreiheit für jeden gelten, der zur Erfüllung der journalistischen Aufgaben beitragen kann. Qualitativ zu unterscheiden ist nicht zwischen bezahltem und unbezahltem, sondern zwischen gutem und schlechtem Journalismus.

11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information.

Es waren einst Institutionen wie die Kirche, die der Macht den Vorrang vor individueller Informiertheit gaben und bei der Erfindung des Buchdrucks vor einer Flut unüberprüfter Information warnten. Auf der anderen Seite standen Pamphletisten, Enzyklopädisten und Journalisten, die bewiesen, dass mehr Informationen zu mehr Freiheit führen – sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

12. Tradition ist kein Geschäftsmodell.

Mit journalistischen Inhalten lässt sich im Internet Geld verdienen. Dafür gibt es bereits heute viele Beispiele. Das wettbewerbsintensive Internet erfordert aber die Anpassung der Geschäftsmodelle an die Strukturen des Netzes. Niemand sollte versuchen, sich dieser notwendigen Anpassung durch eine Politik des Bestandsschutzes zu entziehen. Journalismus braucht einen offenen Wettstreit um die besten Lösungen der Refinanzierung im Netz und den Mut, in ihre vielfältige Umsetzung zu investieren

13. Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.

Das Urheberrecht ist ein zentraler Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet. Das Recht der Urheber, über Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte zu entscheiden, gilt auch im Netz. Dabei darf das Urheberrecht aber nicht als Hebel missbraucht werden, überholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschließen. Eigentum verpflichtet.

14. Das Internet kennt viele Währungen.

Werbefinanzierte journalistische Online-Angebote tauschen Inhalte gegen Aufmerksamkeit für Werbebotschaften. Die Zeit eines Lesers, Zuschauers oder Zuhörers hat einen Wert. Dieser Zusammenhang gehört seit jeher zu den grundlegenden Finanzierungsprinzipien für Journalismus. Andere journalistisch vertretbare Formen der Refinanzierung wollen entdeckt und erprobt werden.

15. Was im Netz ist, bleibt im Netz.

Das Internet hebt den Journalismus auf eine qualitativ neue Ebene. Online müssen Texte, Töne und Bilder nicht mehr flüchtig sein. Sie bleiben abrufbar und werden so zu einem Archiv der Zeitgeschichte. Journalismus muss die Entwicklungen der Information, ihrer Interpretation und den Irrtum mitberücksichtigen, also Fehler zugeben und transparent korrigieren.

16. Qualität bleibt die wichtigste Qualität.

Das Internet entlarvt gleichförmige Massenware. Ein Publikum gewinnt auf Dauer nur, wer herausragend, glaubwürdig und besonders ist. Die Ansprüche der Nutzer sind gestiegen. Der Journalismus muss sie erfüllen und seinen oft formulierten Grundsätzen treu bleiben.

17. Alle für alle.

Das Web stellt eine den Massenmedien des 20. Jahrhunderts überlegene Infrastruktur für den gesellschaftlichen Austausch dar: Die “Generation Wikipedia” weiß im Zweifel die Glaubwürdigkeit einer Quelle abzuschätzen, Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zu verfolgen und zu recherchieren, zu überprüfen und zu gewichten – für sich oder in der Gruppe. Journalisten mit Standesdünkel und ohne den Willen, diese Fähigkeiten zu respektieren, werden von diesen Nutzern nicht ernst genommen. Zu Recht. Das Internet macht es möglich, direkt mit den Menschen zu kommunizieren, die man einst Leser, Zuhörer oder Zuschauer nannte – und ihr Wissen zu nutzen. Nicht der besserwissende, sondern der kommunizierende und hinterfragende Journalist ist gefragt.

Internet, 07.09.2009

(Quelle)

Demnächst soll es wohl eine Möglichkeit geben, das Manifest zu unterschreiben.

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Der Samstag war ein besonderer Tag für Berlin. Es war der Tag von 24h Berlin. Im RBB Fernsehen gab es nur eins zu sehen: Berlin. Und das für 24 Stunden. Unter der Federführung von Volker Heise entstand am 05. September 2008 die Aufzeichnung von 24 Stunden Berlin. 80 Kameras filmten die Stadt und ihre Geschichten. Ein Jahr später – am 05. September 2009 – wurden diese 24 Stunden quasi zeitgleich aber zeitversetzt ausgestrahlt. Der RBB strahlte aus, Arte zeigte die HD-Version, es gab Live-Internet-Streams und mehr als 50 Plätze mit PublicViewing-Angebote. Ich glaube, kaum ein Berliner kam an diesem Event vorbei.

Während viele sich Stunde 05 anschauten, was “der Berliner an sich” um 11:00 Uhr am 05. September 2008 trieb, schaute ich mir das Jahr 2009 an. Es gab eine Diskussionsrunde: „24h Berlin – Geschichte(n) ohne Ende. Können 80 Kameras eine Stadt erfassen?“ Mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (6. von links auf dem Foto), der Regisseurin Susanna Salonen (7. von links), Professor Hartmut Häußermann (Mitbegründer des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung an der HU Berlin; 3. von links)), zwei jugendlichen 24h Berlin-Zuschauern (beide links) und Volker Heise (Künstlerischer Leiter 24h Berlin, zero one film, 2. von links). Die Moderation übernahm Catarina Zanner (Radio Berlin 88.8, 5. von links)

Die beiden Jugendlichen fanden den Film “cool”, fanden aber, dass der Film zwar Berlin in vielen Facetten gezeigt hat, aber nicht genau “ihr Berlin”.

Und vielleicht ging es auch genau darum. Vielleicht ging es um die Erkenntnis: “Mein Berlin ist nicht das richtige Berlin”.  Dieser Film soll den Gedanken anregen, dass jeder auch einmal darüber nachdenkt, wie das Berlin im Auge der anderen aussieht.Der eine versteht Berlin als Korallenriff, um das alle herumschwingen. Der andere drückt es wissenschaftlich aus: Maximale Heteroginität auf minimalen Raum.

Mehr noch fasziniert mich die zeitliche Perspektive. Was sich alleine schon in 365 Tagen verändert hat. Journalist Werner Sonne interviewt zu Guttenberg noch als Underdog. Heute ist er ein Starpolitiker. Am 05. September 2008 dauerte es noch gut ein Dutzend Tage, bis Lehman Brothers kollabierten. Und in zehn Jahren? Da sehen die Leute bestimmt Dinge, die wir heute nicht sehen. Die gucken sich unsere Tapeten an und wundern sich, was in dem Film gefrühstückt wurde.

Volker Heise wollte auch Dinge zeigen, die es in 50 Jahren vielleicht nicht mehr gibt. Er hat die Forschung gefragt, was er denn da zeigen müsse. Man hat sich auf drei Dinge geeinigt:

  1. Hochkultur. Das Klientel für Opern und Co. wird wohl aussterben.
  2. Männliche Macht. (Da zuckte Wowereit nicht)
  3. Sichere Straßen für Passanten.  (Wowereit bezeichnete es als Aufgabe für die Politik, dass dies nicht so wird)

Auf der anderen Seite war dieser Tag auch ein Tag der Extreme. Vielleicht auch ein Symbol für Berlin. “Mein bürgerliches Leben habe ich nicht entdeckt”, sagte ein(e) Podiumsteilnehmer(in). Das wäre dann aber auch kein besonderer Tag für Berlin.

Bonusmaterial

Track 1: Ich habe mit Volker Heise gesprochen, dem künstlerischen Leiter von 24h Berlin.

 
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Track 2: Mein Kollege Jörg Wagner hat mit Klaus Wowereit, dem regierenden Bürgermeister von Berlin, über seine Rolle in 24h Berlin gesprochen. (Entschuldigt das Knacken auf der Aufnahme)

Track 3: Mein Kollege Jörg Wagner hat mit Stadtforscher Professor Hartmut Häußermann über das Projekt geredet.

Track 4: Die fast komplette Podiumsdiskussion gibt es auch noch mal zum Nachhören (35 Minuten)

(Vielen Dank an Jörg für das Soundmaterial)

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Herrlich! Im Zug sitzen und in Ruhe Sonntagszeitungen lesen. Eigentlich bin ich ja Gerne-Leser der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Aber die Welt am Sonntag lese ich auch. Eine Zeitung gewinnt mich, wenn Sie mich überrascht und liebevoll gestaltet ist. Doch welche Zeitung gewinnt an diesem Wochenende? Lest hier meinen Test. Das komplette Test-Ergebnis-Erlebnis gibt es aber nur, wenn wir im Franziskriptblog weiter lest. Denn Franzi hat auch getestet, sie saß im Zug neben mir.

Besonders wichtig sind im Test die Gestaltung der Bücher-Titelseiten – entscheidend war der Teil über den Bruch, also die obere Hälfte. Have fun bei der Klärung der Sonntagsfrage!

Titel

Der Punkt geht an die WamS! Die WamS hat eine kreative Titelgrafik, passende Bilder für den Kopf und Barbara Schöneberger (ha!). Die FAS hat nur Männer (no go!), ein doofes Super-Symbolfoto und die SPD-Grafik erkennt man nur schlecht.

Inhaltlich: Beide haben langweilige Vor-der-Wahl-Politiker-Interviews. Die WamS bringt das SPD-Thema mit Schröder interessanter und überraschend und toll ist Stuckrad-Barres-Text über sein Treffen mit Cem Özdemir von den Grünen. Der Meinungsartikel in der FAS zu Pilawa war farbloser als Pilawa selbst.

Sport

Der Punkt geht an die WamS! Mir gefällt das Frauenfußball-Thema in der Präsentation und Auswahl besser – besser als Fußballergebnisdienst wie bei der FAS.

Wirtschaft

Der Punkt geht an die WamS! Auch hier ist die Gestaltung bei der WamS besser. Die Boni-Diskussion finde ich persönlich langweilig. Als Düsseldorfer fand ich das Porträt über die neue Henkel-Chefin Simone Bagel-Trah interessant. In der WamS hingegen fand ich den Nokia-Artikel gut.

Finanzen / Geld

Der Punkt geht an die WamS! Die WamS punktet sowohl bei der Story- als auch Grafikauswahl. Das Umweltschutzthema in der FAS kommt mir ein halbes Jahr zu spät. Das Hochzeitsthema, mit alle den neuen Regeln für die Ehe und der Scheidung, in der WamS ist klug mit dem 09.09.09 verknüpft.

Kultur / Feuilleton

Der Punkt geht an die WamS! In der FAS hat der Obama-Text zwar Spaß gemacht, aber der Kultur-Aufmacher in der WamS ist nun mal ein regelrechter Eyecatcher. Obama ist das nicht mehr zwingend. Ansonsten boten beide Teile keine Überraschung. Was mir beim Lesen auffliel: Haben schon lange nix neues von der Schweinegrippe gehört.

Stil / Gesellschaft

Der Punkt geht an die WamS! Schöne Grafik, schöner Titel, schöner Text – auch wenn die erwähnte Mom-Studie schon länger raus ist (habe ich vor ein paar Wochen ausgerechnet in der FAS gelesen, wenn ich mich richtig erinnere). Die FAS hätte den Berlin-Text lieber an 24h-Stunden-Berlin aufhängen sollen.

Immobilien

Der Punkt geht an die FAS! Mit Bauhaus kann man bei mir immer punkten.

Motor / Technik und Motor
Der Punkt geht an die Wams! Aber nur knapp – beide machen mit Rolls-Royce auf. Nur die Grafiker bei der Wams hatten das etwas glücklichere Händchen.

Wissenschaft
Keine Punktevergabe.

Reise

Der Punkt geht an die WamS! Da ist ja das Foto schon der Hingucker. Da will man wissen, was da hinter steckt. Wenn man bei der FAS sich alles anguckt, weiß man aber nicht so genau, was einem in dem Text erwartet. Doof.

Beruf

Der Punkt geht an die FAS! Einmal weil die WamS in dieser Sache nix liefert und weil ich die Überschrift toll finde.

Fazit
WamS gegen FAS ergibt 8:2.
Herzlichen Glückwunsch WamS! In dieser Woche hast du die Nase vorn. Ähnlich drastisch fällt das Ergebnis bei Franziska aus. Ehrlich gesagt hätte ich damit vorher nicht gerechnet. Meistens habe ich nach der FAS-Lektüre das bessere Gefühl und habe dort auch mehr Überraschungen erlebt. Die AHA-Momente waren an diesem Sonntag eh rar. Egal. Nach dem Sonntag ist vor dem Sonntag.

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Radio EinsMein Hörtipp für Berlin und Brandenburg sowie für WLAN-Radiobesitzer: Heute, Samstag, 18:00 Uhr: Das Radio Eins Medienmagazin mit Jörg Wagner. Ich werde mit ihm über die IFA 2009 berichten. Gibt es auch als Stream und später als Podcast.

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