Alle machen zur Zeit Videos im Netz. Besonders Radiosender sind mir in den letzten Monaten durch eine “Innovation” aufgefallen: Videos, Videos, Videos auf den Senderseiten. Der Aufwand ist recht groß und ich frage mich immer: Wozu? Bringt das Geld? Mehr Radiohörer(!!)? Mehr Reputation? Ist das nur ein Spiel? Solange diese Fragen nicht beantwortet sind, werden die Sender wohl weiter viel Arbeit in ihre Webaktivitäten stecken. Das ist an sich gut, aber ist das nicht vielleicht ein wenig übereifrig?
Die Printkollegen haben einen Test gemacht; mit dem Ergebnis: Video im Netz wirkt! Ein Video kann eine Produktbekanntheit von 09% auf 13% steigern. [Weiterlesen…]
Ich muß euch einen Kinofilm empfehlen: Willkommen bei den Sch’tis. Okay Tschugegeben, die Schprase ischt etwasch ungewöhnlis, aber das söne ischt: Ich habe schelten scho gelast im Kino! Dasch war mir son fascht unheimlis.
Die Geschichte geht so: Philippe Abrams ist Direktor einer Postfiliale in Südfrankreich. Aus Liebe zu seiner Frau möchte er sich an’s Meer versetzen lassen; doch hierbei schummelt er und fliegt auf. Deswegen wird er in den Norden strafversetzt. [Weiterlesen…]
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So nah wie in dieser Woche bin ich der Finanzkrise noch nicht gekommen. Mit voller Breitseite haben die Auswirkungen jetzt auch die Medien erreicht – oder besser gesagt: sichtbar gemacht. Ich habe in dieser Woche mit zwei Bekannten gesprochen, die gegen die Krise kämpfen. Da ist mir bewußt geworden, wie ernst es doch ist. Die eine ist gefeuert worden. Sie arbeitet bei einem kleinen Fachverlag, der sparen muß. Seiner Branche geht es nicht gut; den Printkreisen auch nicht – also wird gestrichen. Zum Jahresende muß sie gehen. Die Entlassung hat sie kalt erwischt. Am Morgen ahnte sie noch nicht, was ihr und einer Handvoll Kollegen droht. Dabei ist sie doch so talentiert, so engagiert und überhaupt so gut. Sie war halt erst kurz dabei.
Der andere Kollege hat die Seiten gewechselt. Zum ersten Mal sitzt er in Betriebsversammlungen nicht mehr auf der Seite der Angestellten. Er schaut jetzt seinen Kollegen ins Gesicht. Das ist komisch: Er kennt seine Kollegen, die Schicksale und muß sich mit einem inneren Kampf auseinander setzen: Möglichst das Beste für die Leute herausholen aber auf der anderen Seite ist auch das eigene Haus zu retten. Ständig gibt es Fragen, auf die er noch keine Antworten hat. Er ist für Klarheit. Damit jeder weiß, woran er ist. Es gebe nichts schlimmeres, als Weihnachten zu Hause zu sitzen, mit der Unklarheit der eigenen Zukunft im Nacken. Weiter will ich gar nicht fragen. Was ich merke: Schlimm wird es, wenn aus den Zahlen Gesichtern werden.
Beide haben ihren Weg, um mit der Krise umzugehen. Da glaube ich fest dran. Aber ich bin mir auch sicher, dass die Medienkrise in den nächsten Monaten noch ein Stückchen näher kommen wird.
Ich habe gerade so viele Geschichten, die ich bloggen möchte, dass ich gar nicht dazu komme die zu bloggen, weil ich damit beschäftigt bin sie aufzuschreiben, damit ich nicht vergesse, die Geschichten zu bloggen.
Meine heutige Bewunderung verschenke ich an Airberlin.
Ich habe heute Nacht Post von Diana J. bekommen. Frau J. arbeitet im Top Bonus Team von Airberlin. Sie schrieb:
Wir haben versucht, an oben genannte Anschrift Ihnen Ihre Top Bonus Karte zuzustellen. Heute erhielten wir diese mit dem Postvermerk "Empfänger unbekannt" zurück. Bitte teilen Sie uns unter Angabe Ihrer Top Bonus Kartennummer Ihre Anschrift mit.
Ratet mal, werlcher Gegenstand in der letzten Woche in meinem Briefkasten lag? Korrekt. Meine Top Bonus Karte. Die habe ich gestern sogar zum ersten Mal genutzt. Das kann ja mal passieren. Deswegen habe ich gleich eine Antwort an Frau J. geschrieben. Ich schrieb:
Hallo Frau J., das ist aber komisch: ich habe bereits eine topbonus Karte per Post erhalten - gestern benutzte ich die bereits.
Eine Stunde später erhielt ich bereits eine Antwort – die Schnelligkeit ist wirklich zu loben; deswegen meine Bewunderung für Airberlin. Frau J. hatte ihre Nachtschicht wohl schon beendet, da ich jetzt eine Antwort von Melanie Z. bekommen habe. Sie schrieb:
Sehr geehrter Herr Fiene, vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir werden erneut versuchen, Ihnen die Service Card zuzustellen.
Mein erster Gedanke war: “Halllloooo …. ?” – lesen die überhaupt die E-Mails komplett, oder werden nur Schlüsselwörter gescannt? Gab es keinen passenden Antwortbaustein auf meinen Text oder mußten irgendwelche Zeit-Quoten im Trackingsystem erfüllt werden, sodass Nachdenken unmöglich war?
Ich antworte mal, mal sehen ob ich demnächst noch mehr Post bekomme. Dann sammel’ ich die Top Bonus Karten. Vielleicht kriege ich dann mehrfach Punkte.
Update, nächster Tag, 10:48 Uhr: Ulrika K. hat mir heute um 07:05 Uhr eine Antwort geschrieben. Sie schrieb:
Vielen Dank für Ihre E-Mail. Da lag uns wohl eine Fehlinformation vor. Wir haben das jetzt korrigiert.
Jetzt bin ich noch glücklicher.
Ich möchte euch gerne drei Webseiten für diese Nacht empfehlen, wenn in den USA fleissig Stimmen zur US-Präsidentschaftswahl ausgezählt werden.
Hendrik lädt in sein Ohrensessel-Blog. Seit kurzem führt er das Blog rund um Radiothemen und heute Nacht möchte er testen, wie sich die Wahlnacht am Radio verfolgen läßt und wie lange er tatsächlich durchhält. Das Protokoll könnt ihr in seinem Ohrensessel nachlesen, bis er einschläft.
Super Obama World ist ein lustiges Mario-Revival-Obama-Spiel.
Bei Antenne Düsseldorf stelle ich euch drei Webseiten vor, die einen bei der Wahl hautnah dabei sein lassen.

Halbzeit in Hamburg. Beim letzten spektakulären Hamburg-Wochende habe ich diese beiden Fotos vom Güterbahnhof Maschen gemacht. Die letzte Woche war wie ein riesiger Güterbahnhof. Die Wagons mit Workshops, Übungen und Radiowissen rauschten nur so an uns vorbei. Mein zweiter Teil des Volokurses hat an der Akademie begonnen und ist auch schon fast wieder zu ende. Malte und ich haben uns ein paar neue Dinge für Twiturl ausgedacht und wir werden auch eine Hamburg-Ausgabe von Was mit Medien hier aufzeichnen.
