From the monthly archives:

June 2008

Guten Morgen,

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Am Freitag habe ich mit Dominik ein feines Projekt begonnen, welches mich die letzten Tage abhielt zu bloggen. Aber es gibt ja noch so viel zu erzählen.

  • Gut: Ex-Q-jetzt-Visions-Kollegin Britta macht wieder Internet-Radio. Beim vom mir geschätzten byte.fm. Habe es verpasst anzukündigen, da die erste Sendung an diesem Samstag war; aber versteht dies als Ankündigung der nächsten Sendung im nächsten Monat.
  • Schlecht: Es gibt das Gerücht, dass Air Berlin die Düsseldorf – New York Strecke einstellen wird. Trotz einer Auslastung von ca. 90 Prozent. Die Begründung soll sein, dass die Linie trotzdem defizitär ist. Das ist ärgerlich, sollte das so kommen.
  • Tipp 1: Es gibt eine neue Episode von den 150-Fragen. Es geht um Geldverdienen mit Podcasts.
  • Tipp 2: Die aktuelle Was mit Medien Episode lege ich euch auch ans Herz. Darin ist ein Interview mit Bill Schneider von CNN. Er berichtet über die spannende Wahlkampberichterstattung von CNN, die tollen Quoten aber auch über die Nachteile für die Arbeit eines Journalisten.

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Falls ihr heute schlechte Laune habt, hier ein Link der euch aufheitern kann. Eine Super Mario Umsetzung in Java Script. Wer JS nicht kennt, kann das Spiel trotzdem spielen. Wer JS kennt, kann dabei noch staunen, was mit der Programmiersprache alles so möglich ist. Auf dieser Seite (via Malte) gibt es noch andere Spielchen, die in JS programmiert worden sind. Wunderbar.

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Guten Morgen,

  • Zur Zeit gibt es ein wenig Aufruhr bei Flickr. So manche Verantwortliche haben den Fotodienst, der seit drei Jahren zu Yahoo gehört, verlassen; jetzt haben sich die Mitgründer Caterina Fake (Interview, ihre Webseite) und Stewart Butterfield dem angeschlossen, berichtet TechCrunch.
  • Auf der Autobahn: Suchmaschine findet kostenlose Toiletten (Welt).
  • Im Empire State Building hat jetzt eine Starbucks Mega-Filiale eröffnet, die sich auf zwei Etagen erstreckt. Da lohnt.
  • Jedem Pott sein Slogan: “We love the new” – so lautet der neue Slogan für NRW. Im Westen was Neues, schreibt die WAZ.
  • Lesetipp: Wer in Frankreich Bösartigkeiten zu verbreiten hat, schreibt ein Buch. Die SZ über einen gefeuerten Chefredakteur, sein neustes Buch und Nicolas Sarkozy. Ein Einblick in die freiwillige Selbstzensur in Frankreich.
  • Die Beute der Paparazzi: Das ZDF über eine Ausstellung in Berlin.

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Guten Morgen, meine kleine Reisewoche ist beendet, sodass ich wieder mit den Frühstückslinks aufwarten kann.

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Es ist mein letzter Eintrag zum diesjährigen Grimme Online Award, versprochen! Aber das Video von Frau Schnutinger muß ich einbauen; so schön können Nachberichte sein! In unter vier Minuten hat sie die gemütliche Stimmung des Abends rübergebracht. Applaus, Frau Schnutinger!

(Schon am Nachmittag der Veranstaltung gab es viel Spaß.)

Update: Lukas hat auch ein sehr schönes Video online gestellt, und eine Analyse der Veranstaltung – mit dem schönen Fazit: “Bei Events wie dem Grimme Online Award besteht wenigstens noch die theoretische Chance zum Austausch zwischen alter und neuer Welt.”

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Noch zwei Mal schlafen, dann kommt die “3.0″. Am Dienstag können wir Firefox 3.0 aus dem Netz laden. Herbei soll es einen Weltrekord geben: Mozilla will, dass Firefox 3.0 die am häufigsten innerhalb von 24 Stunden heruntergeladene Software. Schon jetzt könnt ihr euch auf der Webseite “melden” und “versprechen”, am Dienstag das Programm zu laden. Blogkollege Matthias Schlecker hat eine skandalöse Entdeckung gemacht:

Und was sehe ich auf der Karte? Es gibt viel mehr Franzosen, die das Versprechen gegeben haben, als Deutsche. So kann das doch nicht weitergehen!

Tragt die Kunde weiter, viel Spaß (am Dienstag!) beim Runterladen und Ausprobieren.

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Wir müssen noch mal über Sperrfristen reden. Nach der gestrigen Grimme Online Award Panne haben wir wieder gesehen, dass Online und Sperrfristen einfach nicht zusammen passen. Ich finde aber, wir sollten, von der Panne losgelöst, nocheinmal darüber reden. Thomas Knüwer hat sich natürlich über die Panne aufgeregt. In den Kommentaren hat Journalist Jörg Schieb (u.A. WDR) reagiert, hier ein Ausschnitt:

für alle nicht-journalisten unter den lesern: sperrfristen sind deshalb sinnvoll und nötig, weil es eben nicht nur elektronische medien und onlinemedien gibt, die mehr oder weniger direkt reagieren können, sondern eben auch print-kollegen, und die müssen eine meldung nunmal möglichst früh bekommen, um sie dann noch ins blatt heben zu können. das ist auch beim handelsblatt nicht anders. sollte man nicht verschweigen. ;-) von daher sind sperrfristen weder verlogen, noch ungewöhnlich oder unzeitgemäß.ich würde allerdings zustimmen, dass man sich vorabmeldungen bei einer preisverleihung verkneifen sollte. wie bei den “richtigen” grimmepreisen. denn das zerstört in der tat die spannung.

Sperrfristen gibt es also für die Zeitungskollegen. Und das ist der falsche Ansatz. Im Prinzip bekommen die Zeitungskollegen hier einen falschen Vorsprung. Sperrfristen machen Sinn, wenn Behörden zum Beispiel Notfalleinsätze proben möchten oder Alarmsysteme testen; um diese Proben nicht zu gefährden ist journalistische Diskretion wichtig.

Aber für alle anderen Bereiche gleicht eine Sperrfrist nichts anderes, als zusätzlicher heißer Luft. Wenn eine Veranstaltung am Abend stattfindet und die Kollegen berichten, wie ist dann der normale Gang der Dinge? Ein Onliner verschickt schnell seinen Text und schon eine Stunde später ist ein erster Text im Netz; eine weitere Stunde später vielleicht eine ausführlichere Version. Ein Radiomensch sammelt seine Töne, fährt in den Sender und wenn das Ereignis überhaupt in den Weltnachrichten auftaucht, dann ist es auch noch am gleichen Abend auf dem Sender. Hat es Regionalbezug, wird es in den Nachrichten erst am nächsten Morgen gesendet. Das Programmstück gibt es auch erst am nächsten Morgen. Die Fernsehkollegen können auch nur für den nächsten Tag produzieren, es sei denn es hat die Tragweite in einem Nachtjournal platziert zu werden; wenn es ein wöchentliches Fernsehmagazin ist, liegt das Material sogar noch länger auf der Platte. Haben die Printkollegen ihre Druckdeadline verpasst, steht es halt erst einen Tag später in der Zeitung. Durch eine Sperrfrist profitiert die Zeitung, weil sie schon direkt am nächsten Tag berichten kann – dafür wird aber womöglich jegliche Spannung genommen.

Wenn man sich in Zeiten von Online die Risiken anschaut, ist das ungerecht. Warum auch der Zeitungs-Vorteil gegenüber Radio und Fernsehen? Die bekommen ihre Reaktionstöne auch erst am Abend. Zeitungsleser wissen sehr gut, dass am Abend irgendwann “Druckschluß” ist und sie wissen auch, dass andere Medien schneller informieren. Ich glaube, darum geht es aber Zeitungslesern gar nicht. Sie wollen lieber Hintergründe. Und was die Spannung angeht: Ein bisschen Spannung schadet doch nie, oder? Dann macht das Berichten auch mehr Spaß.

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(15:04 Uhr) Die Gewinner des Grimme-Online-Awards sollen heute Abend in Köln bekannt gegeben werden. Ich nenne die schon jetzt.

Es gibt sieben Preise.

Bitter. Oder? Und wer hat es verraten? Kress. Mehr dazu später.

Kress veröffentlicht Grimme Online Award Gewinner vorabUpdate 15:21 Uhr: Was war denn hier passiert: Vor wenigen Minuten hat mir Jochen Voß von DWDL im Pressezentrum auf die Schulter getippt: “Du mußt jetzt stark sein – geh’ mal auf kress.de!” Meinen Finger habe ich auf die Entertaste gelegt und für einen Moment erstarrte ich. “Nun drück schon”, riet mir Jochen. Zum Glück saß ich, denn auf der Kress-Startseite erstrahlte die Meldung über die Gewinner des Grimme-Online-Awards. Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Gewinner vorher bekannt waren. Aber wie konnte das diesmal passieren? Lukas von coffeeandtv.de kam gerade um die Ecke, der eigentlich die Geschichte in der Pipeline hatte, dass Monika Piel auf dem Panel von einer eigenen Seite sprach, die in diesen Tagen einen Preis bekommt. In diesen Minuten hat er auch über diesen Kress-Fauxpas geschrieben. Während wir beide noch immer mit offenen Mündern über diesen dummen Fehler staunten, haben die Kollegen von DWDL erfahren: Kress hat eine Sperrfrist in der entsprechenden Agenturmeldung übersehen. So einfach ist das. Sperrfristen und Online, das passt eh nicht zusammen, aber das wissen wir jetzt nicht zum ersten Mal. Ich glaube die Presse-Abteilung beim Grimme-Institut geht es gerade nicht besonders gut, wie ich nebenan vernehmen kann.

Update 15:29: Wie ich gerade von Lukas höre, hat bereits um 13:20 Uhr die Information Week die Sperrfrist übersehen, wie Google News verrät – mittlerweile ist die Seite allerdings wieder offline genommen worden.

Information Week Screenshot bei Google NewsUpdate 15:32: Das eigentliche Problem ist: Auf Nachfrage von coffeeandtv.de hat Hobnox zum Beispiel noch keine Infos vorab erhalten, ob es den Preis gibt oder nicht (Update 15:55 Hobnox wußte es doch schon, hatte aber eine Sperrfrist bis um 21:30 Uhr, wie dann doch gerade coffeeandtv.de ge’sms’t wurde). Wenn man den ziemlich deutlichen Äußerungen von Monika Piel auf dem Medienforum glauben darf, dann wußte der WDR bescheid. Das wirft kein gutes Licht auf die Preisauszeichnung.

Wir können das ganz entspannt sehen. Bei der Bekanntgabe der Gewinner am Abend können wir dann schön schon die Gewinner ausrufen, während die Nominierten in einer Kategorie präsentiert werden. Aber egal. Wenigstens bleiben die Getränke davon kalt.

Update 15:45 Wer heute Abend vor dem Rechner sitzt, mag doch einfach diese Twitter-Feeds verfolgen – da gibt es bestimmt viele nette Geschichten direkt live von der Preisverleihung: ###### und meiner auch #

Update: 16:08 Inzwischen hat das Grimme-Institut ein Statement auf seine Homepage gesetzt:

Unter Missachtung des Sperrfristvermerks von 21.30 Uhr hat der Informationsdienst “InformationWeek” am Tag der Preisverleihung bereits um 13.30 Uhr die diesjährigen Preisträger des Grimme Online Award gemeldet. Diese Nachricht wurde kurze Zeit später vom Mediendienst “kress.de” verbreitet. Eine Erklärung des zuständigen Redakteurs von “InformationWeek” steht noch aus.Wir bitten alle Pressevertreter, aus Fairnessgründen die vereinbarte Sperrfrist einzuhalten.

Ich sage es niemanden weiter, versprochen.

Update 16:50 Köstlich, was der WDR auf seiner Internetseite schreibt (von Knüwi entdeckt):

“Spätestens wenn am Mittwochabend der letzte Gast in der Kölner Vulkanhalle Platz genommen hat und sich ein heller Spot auf das Moderatorenpult richtet, dürften die Macher der nominierten Webseiten kribbelig werden. Wer wird am Ende den Grimme Online Award mit nach Hause nehmen?”

Nicht nur die Macher der Webseiten wird es an diesem Nachmittag kribbelig.

Nehmen wir es sportlich: Es ist wirklich nicht schlimm, dass der Preis vorher bekannt war. Vielleicht waren die Nominierten, die nicht gewonnen haben, dann etwas enttäuscht. Wenigstens haben wir jetzt mal die Information Week kennengelernt. Hat doch auch etwas Gutes.

Update nächster Morgen

Katrin Bauerfeind moderierte die Veranstaltung (das hatte ich ganz vergessen) und die Preisverleihung ist anständig über die Bühne gegangen. Auf der Heimfahrt dachte ich noch: Ganz schön aufwendig, so eine Preisverleihungsorga. Was bleibt? Da bestimmt alle Welt jetzt in diesen Tagen über die Gewinner des Awards schreibt, möchte ich noch mal den Fokus auf die anderen Nominierten legen. Ihr seid auch toll:

Update nächstes Wochenende

Es gibt ein Video von der Preisverleihung. Frau Schnutinger hat drei Minuten und neunundfünfzig Sekunden geschnitten.

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Die ZDF Mediathek ist in der Kategorie “Spezial” des Grimme-Online-Awards nominiert.

Die Mediathek des Zweiten Deutschen Fernsehens sei die Messlatte für Multimediabibliotheken im Internet, hat die Nominierungskommission bei der Präsentation der Nominierungen gesagt. Ich habe hinterher noch mal nachgefragt, wo denn noch Platz nach oben ist. Ich finde die ZDF Mediathek im Rahmen ihrer Möglichkeiten schon ziemlich gut. Eine zufriedenstellende Antwort habe ich nicht bekommen. Allerdings berichten ab und zu Nutzer, dass sie zu Beginn große Schwierigkeiten hatten, sich in das Prinzip der Mediathek einzuarbeiten. Und heißt diese Aussage, dass die WDR-Mediathek besser ist – wo die WDR-Mediathek doch nachträglich den Nominierungen hinzugefügt worden ist? Das denke ich nämlich nicht.

Ich rechne aber fest damit, dass eine Mediatheka beim Grimme-Online-Award ausgezeichnet werden wird; aber am Abend vor der Ministerpräsidentenentscheidung über den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag (zentrale Frage: Was dürfen ARD und ZDF im Internet) wäre das ein ordentliches politisches Signal.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt von Sandra Schadek vor.)

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Sandra Schadek ist mit ihrer Webseite in der Kategorie “Spezial” beim Grimme-Online-Award 2008 nominiert.

Mein Name ist Sandra Schadek, ich bin 36 Jahre alt und lebe in Wolfsburg. Im April 2000 erhielt ich die Diagnose Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Sie war ein großer Schock für mich und meinen damaligen Freund. Unsere gesamte Zukunftsplanung, meine Träume und Wünsche brachen einfach in sich zusammen. Noch im selben Jahr musste ich sowohl mein Studium der Wirtschaftswissenschaften, als auch meinen Nebenjob als Aerobictrainerin aufgeben. Ich konnte mir am Anfang nicht vorstellen, dass ich wirklich eine so schwere, unheilbare und tödliche Krankheit haben sollte.

Mit diesen Worten beginnt ihre Webseite. Aus der Sicht einer Betroffenen informiert sie über diese seltene Krankheit. Sandra sammelt sehr viele Informationen über ALS, dokumentiert aber auch den Verlauf Ihrer Krankheit. Sie sammelt Statements und Ansichten von anderen Betroffenen und deren Angehörigen und Freunde. Die Webseite bietet keine besonderen Features oder hippen Elemente, mit denen Webseiten sich so schmücken. Hier wirkt das Wort und die Intensität, in der Sandra die Inhalte aufbereitet.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “Hobnox” vor.)

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Hobnox ist für den Grimme-Online-Award nominiert, der am Abend in Köln verliehen wird. Das in der neuen Kategorie “Spezial”.

Bei Hobnox laß ich es mir nicht nehmen in Superlativen zu schreiben. Denn seit meinem ersten Kontakt mit diesem Projekt auf der Re-Publica in Berlin, bin ich wirklich oft immer mit offenem Mund über diese Webseite gesurft: Die ist das innovatiste Projekt, was in den letzten Monaten im deutschen Internet gestartet ist! Die Macher (Alexander Gorny, Yousef Hammoudah und Andreas Jacobi) gehen auch nicht ganz unbescheiden mit ihrer Idee um. Es soll schon so eine kleine Kulturrevolution durch den Umgang mit bewegten Inhalten im Netz geben. Revolution ist ein großes Wort. Dafür steckt dickes Geld in dem Projekt (getragen von der Hobnox AG) und das ganze Projektdesign stammt von Prof. Oliver Wrede. Herausgekommen ist die schickste, funktionalste, animierteste und technischperfektionierteste Webseite die es gerade so gibt.

Aber was steckt dahinter? Ich bezeichne Hobnox gerne als Arte für die YouTube-Generation. Es geht aber nicht nur darum, einfach Clips hochzuladen. Das ganze ist hochwertiger gedacht. Dem Nutzer und Produzenten werden hochwertige Produktionswerkzeuge an die Hand gegeben (Noxtools) und eine Redaktion stellt die Webseiten dann zusammen. Hobnox ist ganz frisch aus der Betaphase herausgetreten. Jetzt bin ich gespannt, wann Hobnox auch im Lebensalltag seiner Nutzer ankommt

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “Undertube” vor.)

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Ich habe mich gestern ein wenig in das Medienforum verliebt. Der Tag fing ja auch schon gut an, denn Organisator Dr. Gernot Gerke begrüßte uns gutgelaunt am Eingang (Foto). Ich mag die Ruhe auf dem Medienforum. Die einzige Aufregung lieferte mir das Unverständnis einige Printleute in Sachen Internet (Fernsehleute scheinen da schon ihre Hausaufgaben gemacht zu haben). So fragte ernsthaft ein WAZ-Mann Dr. Kai Gniffke von der ARD, was er denn “gegen Online tun wolle”. Ich habe für einen Moment gehofft, der Moderator hat sich einfach nur falsch ausgedrückt. Die Tatsache, dass er alle seine Fragen schriftliche vorformuliert hat, lässt auf ein erschreckendes Unwissen schließen.

Zurück zum Forum: Ohne Generation M, Podcastday und Co. fehlt eindeutig der Troubel und ein dickes Programmheft. Aber das will ich dieser Fachtagung gar nicht vorstellen. Im Prinzip haben in den letzten Jahren viele gemeckert, weil alles Superlativiert worden ist; wer blickt denn da noch durch.

Für Lukas ist diese Veranstaltung Kalter Kaffee, aber einen Abgesang will er nicht einstimmen:

“Und das medienforum.nrw wird allem Gemecker und aller Redundanz zum Trotz auch in zwanzig Jahren noch die gleichen Diskussionen führen. Anders wär’s ja auch langweilig.”

Knüwi sieht das anders:

“… der Ballungsraum NRW verdiente etwas besseres. Mit seiner aktuellen Ausrichtung aber ist das Medienforum ein Auslaufmodell.”

Dr. Kai Gniffke hat gestern auch eher Olle Kamelle in Kölle erlebt:

Das Medienforum NRW in Köln gehört sicher zu den großen und renommierten Veranstaltungen dieser Art und deshalb hatte ich gehofft, dass wir heute etwas weiter kommen.

Der ARD Aktuell Chefredakteur sieht das Medienforum als große und renommierte Veranstaltungen seiner Art. Deshalb hoffte er, weiter zu kommen. Aber ist das nicht schon immer so auf Konferenzen gewesen? Jahr für Jahr die gleichen Gesichter und die gleichen Themen? Vor 20 Jahren ist die Zeitung auch schon für tot erklärt worden. “Innovation findet nur auf der grünen Wiese statt”, sagte gestern Xing-Gründer Lars Hinrichs. Recht hat er. Das Medienforum NRW findet nicht auf einer grünen Wiese statt. Stattdessen wird es besucht von den verwurzelten Bäumen der Medienlandschaft. In diesem Jahr ist der Mischwald gelichtet und das Unkraut entfernt. Vielleicht ist auch genau das die Intention der Veranstalter. Vielleicht internpretieren die Kritiker ihre Wunschvorstellungen in diese Veranstaltung, die gar nicht versucht werden zu erfüllen.

(Hier mein erster Eindruck vom Forum – mehr inhaltliches zu den Diskussionen kommt später – ich muß erst einmal frühstücken)

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Undertube ist bei Grimme-Online nominiert und kann so den Preis in der Katgeorie “Kultur und Unterhaltung” abstauben.

Die Idee ist witzig: Teams in Berlin, München und Köln machen Webvideos mit Interviews mit Bands aus der lokalen Musikszene; aber ausschließlich in der U-Bahn. So kommt “tube” sowohl im YouTube-Sinne, als auch im U-Bahn-Sinne zu tragen. Das ganze ist ein privates Projekt, welches einfach von musikbegeisterten jungen Menschen gemacht wird. Vor wenigen Wochen hatte ich mir das Projekt schon einmal angesehen und fand es wirklich spannend; allerdings weiß ich nicht, ob das geniale Setting oder die super Grundidee reicht um ein schönes Webformat anzubieten. Es muß dann auch noch langfristig die Umsetzung der Themen überzeugen. Zwar sind die mit Interviews, Konzertberichten, Plattentipps und Konzerthinweisen recht voll gepackt, aber die Präsentation hat teilweise dann doch noch Bürgerfunkcharme.

Dafür steckt kein Förderprogramm oder keine Medienkompetenzarbeit dahinter, hier wird selbstständig aus Spaß an der Freude daran gearbeitet. Ich drücke die Daumen für den Preis.

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “Roots & Routes TV” vor.)

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Roots & Routes TV ist für den Grimme-Online-Award 2008 nominiert, und zwar in der Kategorie “Kultur und Unterhaltung.”

Vielfalt tut gut, dies gleichnamige Förderprogramm des Bundes kannte ich noch gar nicht, unterstützt dieses Web-TV-Portal. Der Titel ist hier tatsächlich Programm: Jugendlicher mit unterschiedlicher Herkunft (roots) arbeiten mit vielen anderen europäischen Städten (routes) zusammen. Die Ergebnisse gibt es dann bei Roots & Routes TV zu sehen. Musik spielt einen wesentlichen Faktor bei den Programmen – umrahmt von Kultur und viel Multikulti.

Meine Stadt, meine Kultur, mein Videoportal – die Idee hat den Charme von einem Jugendklub irgendwo in einem südlichen Stadtteil einer pulsierenden Metropole. Was ich aber aufjeden Fall denke: Das ist Medienarbeit, die auch tatsächlich bei den Jugendlichen ankommt. Ich bin schon oft auf sogenannte Medienkompetenzprojekte gestoßen, bei denen ich mich anschließend gefragt habe: Und wer nutzt das jetzt?

(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzte stellte ich das Projekt “Literaturport vor.)

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